Wir sind schon wieder in tierärztlicher Behandlung mit Tatezi. Der Hundetrainerin fiel es zuerst auf, dass Tatezi einfach nicht richtig sitzen wollte. Und so mussten wir bereits beim 2. Besuch der Hundeschule nach der langen Abwesenheit den Platz wieder verlassen. Denn, so meinte sie, wenn Tatezi beim Üben auf dem Platz starke Schmerzen bekomme, so verbinde sie das mit der Hundeschule und werde in Zukunft kaum mehr dazu zu bewegen sein, die Übungen zu machen. Dabei hatte ich zwei Tage zuvor hier geschrieben, dass ich jetzt mit dem Training vorwärts machen und doch noch die Begleithunde-Prüfung machen wolle. Na ja, Tatezis Wohl geht über meine Pläne.
Die Hundetrainerin hat mir auch gleich einen Tierarzt empfohlen, der allerdings nicht gerade um die Ecke praktiziert: 1 ¼ Stunden dauert ein Weg zu ihm. Doch die Mühe lohnt sich, denn Dr. B. hat sofort erkannt, was mit Tatezi los ist. Die Schmerzen beim Sitzen, so seine Diagnose, seien die Folge eines stumpfen Traumas. Entweder hat sie mal einen Schlag erhalten oder hat bei einem Sprung aus grosser Höhe ungleich aufgesetzt, wodurch sich Knochen verschoben haben. Der Tierarzt ist überzeugt, das mit Chiropraktik wieder richten zu können. Ich frage mich, ob das bei der Rauferei in Arica geschehen ist, als sie von einem grösseren, starken Rüden arg bedrängt worden ist?
Diese Woche waren wir zum dritten Mal bei Dr. B. und er war sehr zufrieden; ich natürlich auch. Seit drei Wochen zeigt sie überhaupt keine Zeichen von Schmerzen mehr, hinkt nicht und kann auch wieder sitzen. Und sie ist wirklich eine sehr geduldige Patientin, hält schön still, wenn ihr die Akupunkturnadeln gesetzt werden, die sie bekommt, um die Muskulatur vor der Manipulation zu entspannen. Ich hätte nicht gedacht, dass das bei einem Tier so gut geht, weiss ich doch aus eigener Erfahrung, dass Akupunktur manchmal sehr weh tun kann. Vielleicht weiss sie ja, dass es ihr gut tut?