Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

Warum haben wir bloss Angst vor der Polizei?

Sonntag, 28. März 2010

Bin ich am Steuer und sehe hinter mir ein Polizeiauto, bin ich nervös wie vor vielen Jahren während der Fahrprüfung und kann mich kaum mehr auf den Verkehr konzentrieren vor lauter Starren auf den Tacho. Höre ich irgendwo eine Sirene, steigt mein Adrenalinspiegel. Und finde ich in der Post einen Briefumschlag mit dem Absender „Polizei…“, kann ich diesen nur mit rasendem Puls öffnen. Dabei bin ich weder ein Verkehrsrowdy, noch eine Drogendealerin die mit zwei Portionen „Gras“ umherreist, auch keine andere Kleinkriminelle und schon gar keine Gewaltverbrecherin oder Terroristin. Im Gegenteil, wir beachten Verbote und Gebote überaus eifrig, sogar solche, die nicht ausdrücklich angezeigt sind, wie hier, wo die Verbotsschilder Hunden das Passieren der Wegstrecke erlaubt hätten, aber Tatezi sich nicht getraute hinter die Abschrankung zu treten:

Zirka alle zwei Jahre finde ich in meiner Post einen Brief mit dem angstauslösenden Absender. Meist weil ich, oder jemand anderes mit meinem Auto, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um ein bis fünf Stundenkilometer überschritten hatte. Vor ein paar Wochen war es wieder soweit. Noch draussen vor dem Briefkasten riss ich das Couvert auf – und fragte mich, ob ich träume. Denn da stand, ich hätte in Zürich die Parkscheibe nicht hinter die Frontscheibe gelegt, wofür mir Fr. 40.– Busse auferlegt wurden. Nie im Leben war ich mit dem Auto, und auch sonst nicht, in diesem Quartier in Zürich unterwegs gewesen! Aber die aufgeschriebene Autonummer war definitiv meine. Ein Blick in meine Agenda bestätigte mir, dass ich das unmöglich habe sein können, denn zum Zeitpunkt des verkehrswidrigen Verhaltens war ich in der Physiotherapie.

Die 40 Franken hätten mich zwar nicht ruiniert, doch irgendwie widersprach das Bezahlen einer ungerechtfertigten Busse meinem Gerechtigkeitssinn. Also rief ich bei der Polizei an, wo man mir sehr freundlich mitteilte, ich solle den Sachverhalt in einem Brief festhalten und zusammen mit dem Bussenbescheid einschicken. Falls man sich geirrt hätte, möchte ich doch Bitte entschuldigen. Was ich sofort tat, nicht ohne den Bussenbescheid vorher nochmals genauestens zu lesen. Und da sah ich es: ganz klein war die Marke des ohne Parkscheins parkierten Autos als „Fiat“ bezeichnet! Ob sich mein „Golf“ deswegen beleidigt gefühlt hat? Ich schickte den Brief ab und für mich war die Sache erledigt. Kurz darauf war schon wieder so ein Brief in der Post. Das bekannte Procedere begann von neuem: der Puls stieg, die Hände zitterten, etc. Doch auch diesmal fand ich nicht das Erwartete, Befürchtetet, nein, es war ein äusserst freundlich formuliertes Entschuldigunkschreiben der Polizei! Und ich fragte mich, warum ich nur immer eine solche Angst vor der Polizei habe, wo sich diese doch nicht nur korrekt, sondern auch freundlich mir gegenüber verhielt.

Ein teurer Denkfehler

Sonntag, 21. März 2010

Meine Katzen Söfi und Frosty haben es nicht einfach mit Tatezi. Nicht dass sie sie beissen würde, aber sie glaubt, sie könne mit ihnen spielen, legt ihre Tatze auf sie, was diesen gar nicht gefällt. So haben sie begonnen, ihr aus dem Weg zu gehen. Schade, denn begonnen hat alles richtig harmonisch:

Heute schlafen die Katzen im Keller, schleichen sich leise durch die Wohnung und hauen durch das Katzentor ab. Nur merkt das leider Tatezi meistens, worauf sie einen Formel 1 Start hinlegt und auch auf die Katzentüre zuschiesst. Besonders schlimm ist es, wenn wir im ersten Stock sind. Dann fliegt sie die Treppe runter, dass ich jedes Mal Angst habe, sie breche sich ein Bein, schliddert um die Kurve, und rast direkt in die Katzentüre. Ob sie immer noch nicht begriffen hat, dass sie da nicht durch kann? Zwei dieser Klappen hat sie so schon geschlissen. Was, wie ich fand, genug ist. So habe ich eine dieser teuren Katzentüren gekauft, die sich nur öffnen, wenn eine Katze mit Chip rein will. Der Schreiner musste kommen um das Törchen einzubauen und Frosty brauchte noch einen Chip. Eine teure Angelegenheit.

Der neue Katzeneingang war montiert und ich sass mit der Bedienungsanleitung davor. Und da ging mir ein Licht auf: die Sperre funktioniert nur von aussen, damit keine fremden Katzen ins Haus können! Ausserdem erkennt das Lesegerät den Chip von Söfi nicht, vermutlich weil er nicht an der genau dafür bestimmten Stelle sitzt. Jetzt habe ich also so ein Luxustor und es nützt mir rein gar nichts! Mit Klebeband musste ich die Arretierungsklappe runterkleben, damit auch Söfi noch ins Haus kann.

Ein paar Wochen später hat mir meine Tochter gesagt, es gäbe jetzt neue Katzentüren. Die haben auf beiden Seiten ein Lesegerät und lassen so nur diejenigen Katzen rein oder raus, auf die sie programmiert sind. Für Hundeköpfe öffnen sie sich schon gar nicht. Also war meine Überlegung eigentlich doch nicht so falsch, nur hatte ich die Idee zu früh.

Petrus, es reicht!

Sonntag, 14. März 2010

Da habe ich mich an den ersten Schneeglöckchen gefreut, war erleichtert, nicht mehr für jeden Spaziergang unendlich viele Schichten anziehen zu müssen, und dann kam dieser Rückfall in den tiefsten Winter. Den ganzen Winter über musste ich mich nie dermassen überwinden mit Tatezi raus zu gehen, wie am letzten Wochenende. Der kalte Bisluft war es, der einem jede Freude am draussen Sein nahm, der die Schneeflocken waagrecht wie winzige Pfeile ins Gesicht schoss, dort brennenden Schmerz hinterlassend. Am Dienstag in der Hundeschule sind mir beinahe die Finger abgefroren. Mir liefen die Tränen runter, als ich auf der Heimfahrt nur mit Mühe das Steuerrad halten konnte, weil sich meine Finger anfühlten, als würden sie von tausenden Nadeln gestochen.

Doch der absolute Tiefpunkt war damit noch nicht erreicht. Der kam, als ich am Donnerstagnachmittag auf einer leichten Steigung einem Lastwagen Platz machen musste. Ich bin mit Tatezi auf einen Parkplatz ausgewichen und habe einen Moment gewartet, wissend, dass meine Hündin immer noch eine Vorliebe für grosse Fahrzeuge hat. Während wir uns langsam wieder auf die kleine Strasse vorwagen wollten, donnerte das grosse Vehikel mit blockierten Rädern rückwärts an uns vorbei. Nach einem weiteren Moment des Abwartens was nun geschehen würde, sind wir auf die Strasse – wo ich sogleich auf dem Allerwertesten landete. Und wie! Ich lag auf dem Boden und konnte mich vor Schmerz nicht mehr bewegen. Fluchte wie ein Pferdekutscher. Was komischerweise wirklich half. Eine andere Hundehalterin kam und fragte: „Haben Sie sich…“ – und lag ebenfalls am Boden. Der Chauffeur des Lastwagens kam uns zu Hilfe, konnte sich aber nur Dank fernsehreifer Showeinlage davor bewahren, auch noch bei uns im festgefahrenen Schnee zu landen. Er hat uns dann auch gesagt, dass er zuunterst in ein parkiertes Fahrzeug gekracht sei. Und dies an seinem zweiten Arbeitstag in einer neuen Stelle. Der Arme.

Seither bewege ich mich draussen wie bei einem Tanz auf rohen Eiern. Wenn ich aufstehen muss, komme ich mir vor wie eine uralte Frau, denn es geht nur sehr langsam und in gebückter Haltung. Mein Po beginnt sich zu verfärben. Und ich habe die Nase gestrichen voll vom Winter. Deshalb gibt es diesmal kein Bild vom ach so schönen Weiss. Wer noch nicht genug davon hat, kann sich die Schneebilder vom 7. Februar ansehen.

Der seltsame Fluss der Zeit

Montag, 8. März 2010

Trauer hält die Zeit an und lässt sie gleichzeitig viel zu schnell vergehen. Ich weiss nicht, wo die vergangenen zwei Wochen geblieben sind und trotzdem kommen sie mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Die letzten Tage mit meiner Mutter liegen so lange zurück und sind doch erst gerade gewesen. Danach gibt es viel zu organisieren und dabei darf der Alltag nicht vergessen werden. Meine Spaziergänge mit Tatezi haben mir dabei sehr geholfen. Und während wir durch den bitterkalten Wind trotteten, purzelten in meinem Kopf die Gedanken wie die farbigen Teilchen eines Kaleidoskops durcheinander. Jahrzehnte zogen vorbei, kreuz und quer. Erinnerungen an den Märchenbaum, unter dem uns unsere Mutter immer Geschichten erzählt hat, tauchten spontan auf. Unsere Reise nach Paris, auf der ich, damals 18-jährig, unbedingt die berühmt-berüchtigten Quartiere sehen wollte und wie meine Mutter eben da Angst um uns bekam, weil wir von den Frauen als wilde Konkurrenz angesehen wurden. Wie oft haben wir danach über diese Episode zusammen gelacht!

Dazwischen kamen auch die Gedanken an die Zeit hoch, in der wir es zusammen nicht einfach gehabt haben. Und wie wir wieder zueinander gefunden haben. Immer wieder störte die Gegenwart diese Erinnerungen, das Suchen eines Pfarrers, der uns an einem Montag, dem „Pfarrerssonntag“, die Abdankung halten würde, der Ärger mit der Druckerei und vieles mehr. Dazwischen wohltuende Gespräche mit Freundinnen, Verwandten und Nachbarn. Vermutlich kommt einem deshalb diese Zeit so unwirklich vor, weil man sich wohl kaum je sonst im Kopf so wild durch die Jahrzehnte bewegt.

Die letzten Gespräche mit meiner Mutter, bei denen ich ihr versprochen habe, auf dem Machu Picchu an sie zu denken, verbinden Vergangenheit und Zukunft. Denn vermutlich war sie es, die den Samen zu diesem grossen Wunsch von mir, der Reise durch Südamerika, in mir gelegt hat. Wir wollten einmal zusammen die verlorene Stadt der Inkas besuchen. Nun werde ich ohne sie gehen, sie aber in Gedanken mitnehmen.

Diesen Regenbogen haben wir in unseren letzten gemeinsamen Ferien in der Bretagne gesehen.

Abschied

Sonntag, 28. Februar 2010

Gestern ist meine Mutter gestorben. Die Emotionen sind noch viel zu frisch, um ihr hier würdig zu gedenken. Ich wünsche ihr eine gute Reise und hoffe, sie wird, wie sie es sich so sehr gewünscht hat, jetzt bald bei meinem verstorbenen Vater und Bruder sein.

Ein paar Schneebilder

Sonntag, 7. Februar 2010

Christine ist zurzeit in der Bretagne.
Da ihr Laptop streikt, lade ich diese Woche einfach ein paar kürzlich geschossene Bilder rauf.
Gruss Niklaus

Arme Schweine

Sonntag, 31. Januar 2010

Weit hat es die Menschheit gebracht. Wir können ungeborene Kinder im Mutterleib operieren, einen Turm bauen, der fast einen Kilometer in die Luft ragt oder einen Satelliten sechs Monate durchs All fliegen und dann punktgenau auf dem Mars landen lassen. Aber wir können uns nicht vorstellen, wie es ist, unter einer Schneemasse zu ersticken. Wir können uns nicht ausmalen, wie eine Bombe uns in der Luft zerfetzt. Und was tun deshalb Wissenschaftler? Wie im Tages-Anzeiger zu lesen war, haben österreichische Forscher 29 Schweine bei lebendigem Leibe unter Schneemassen begraben, um den Lawinentod von Menschen zu simulieren. Scharfe Proteste von Tierschützern führten dazu, dass das Experiment abgebrochen werden musste. Zehn Schweine waren allerdings bereits erstickt. Und wozu? Als ob die Resultate dieses Versuches tel quel auf Menschen übertragen werden könnten. Als ob Schneemenge und –konsistenz immer gleich wären.

Und nur ein paar Tage später sorgte ein anderes Experiment für Wut bei Tierschützern: in England sind lebende Schweine in die Luft gesprengt worden. Es ging dabei, so die Nachricht im Tages-Anzeiger, darum, den Effekt von Terrorattacken auf Menschen zu untersuchen. 18 betäubte Schweine hüllten die Froscher in Brandschutztücher und zündeten danach zwei Meter neben ihnen Sprengstoff. Die Tiere liess man ausbluten, um zu überprüfen wie lange sie am Leben blieben. Was für ein sinnloses, grausames Experiment! Oder kennen Sie jemanden, der sich bei Terroralarm betäubt in eine Brandschutzdecke wickelt?

Wieso ist es bei all unserem gemeinsamen Wissen nicht möglich solche Experimente am Computer zu simulieren? Vielleicht müssten sich dazu einfach Wissenschaftler der verschiedenen Fachrichtungen zusammentun anstatt immer im eigenen Gärtchen zu forschen. Diese Woche ist der Einzahlungsschein von Greenpeace gekommen. Ich habe ihn diesmal ohne zu zögern ausgefüllt. Und ich weiss jetzt, warum man von jemandem, dem es wirklich dreckig geht, sagt: „ Er ist ein armes Schwein.“

Zum Glück nicht geputzt

Sonntag, 24. Januar 2010

Es gibt Tage, die sollte man einfach aus der Agenda streichen können. Gestern war so einer. Ich bin erwacht und wusste bereits vor dem Aufstehen, dass mein seelisches Gleichgewicht massiv gestört war. Also ging ich es ruhig an, habe vier statt der üblichen drei Tassen Tee getrunken, die ich normalerweise brauche um den Tag entspannt beginnen zu können. Doch das half auch nicht, meine Laune befand sich auf einer rasanten Talfahrt. Eigentlich wäre putzen und einkaufen angesagt gewesen, denn abends wollte Gabi vorbeikommen um mit mir Spanisch zu lernen. Ich habe es dann noch ganz knapp geschafft, vor Ladenschluss die nötigsten Lebensmittel einzukaufen. Zum Putzen fehlte mir die Kraft.

Meine Tochter, in der Regel die gute Laune in Person, kam an und ich merkte schon bevor sie das erste Wort gesagt hatte, dass es auch um ihre Gemütslage nicht zum Besten stand. Wir beschlossen uns etwas Gutes zu tun und gingen in unser Quartierrestaurant essen. Ohne uns anzuöden! Langsam ging es aufwärts mit unserer Laune. Ob es war, weil wir beide gleich drauf waren, uns nichts beweisen mussten? Oder weil die Hunde mustergültig brav waren? Oder vielleicht auch, weil wir einfach gestreikt hatten, und unser Pflichtprogramm nicht absolviert haben?

Und weil wir heute beide wieder gut gelaunt erwacht sind, wollten wir diese Laune mit unseren Vierbeinern teilen und sind lange durch Felder und Wald gestreift. Spätestens jetzt wäre mein Gemütszustand wieder im Gleichgewicht gewesen. Denn wer kann schon mies drauf sein angesichts zwei so toller Hunde:

Warum hätte ich auch gestern putzen sollen?

Ein Jahr Hundeblog

Sonntag, 10. Januar 2010

Diese Woche haben wir Geburtstag gefeiert, am 4. Januar 2009 wurde der erste Hundeblog unter dem Titel „Heimweh“ online geschaltet. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei meinem Sohn Niklaus und meiner Tochter Gabi zu bedanken. Niklaus ist für das Technische und die Grafik verantwortlich, von Gabi stammen die meisten Bilder in diesem Blog. Und ein grosses Merci an die treue Leserschaft, ganz besonders für die Kommentare! Denn was ist ein Blog ohne Diskussion? Und genau am ersten Geburtstag des Hundeblogs habe ich aus dem Norden Deutschlands von Gesa, gzi-kielnotiert.de, das erste Stöckchen erhalten. Sie möchte meine drei besten Bilder des Jahres 2009 sehen. Nun, ich muss gestehen, im letzten Jahr habe ich nicht besonders viel fotografiert und wandle deshalb diese Aufforderung in „meine drei Lieblingsbilder“ um.


Den Topfavoriten habt Ihr hier schon gesehen. Tatezi und Wuschi rennen am Strand von St. Michel en Grève in der Bretagne. Diese Bild gefällt mir, weil Gabi darin so viel Lebendigkeit und Freude eingefangen hat.


Ebenfalls aus der Bretagne stammen diese Vögel. Sie faszinieren mich, weil sie für mich meine Sehnsucht zu verreisen symbolisieren. Wer weiss, vielleicht kommt in einem Jahr der erste Hundeblog von unterwegs?


Das Bild aus der Taubenlochschlucht im Berner Jura ist zwar fotografisch kein Highlight, aber es steht ebenfalls symbolisch da. Für viele schöne Wanderungen, die ich mit Freunden aus Biel machen durfte.

Und jetzt gebe ich das Stöckchen gerne weiter an Carine, die mir mit ihrem Blog „Bretagne – vom fidelen Leben im wilden Wetsen“ (etoile-filante.blog.de), die Zeit, in der ich selber nicht dort sein kann, verkürzt. Das zweite Stöckchen geht an Gabi, die in ihrem Blog (tatezi-wuschi.magix.net) Geschichten aus der Sicht von Wuschi erzählt.

Das Ende der lebendigen Geschenke?

Sonntag, 3. Januar 2010

Nachdem ich mich im letzten Beitrag über das Verbot von acht Rassen im neuen Hundegesetz, das seit dem 1. Januar im Kanton Zürich in Kraft ist, geärgert habe, muss ich jetzt doch noch schreiben, dass das Gesetz auch viel Gutes beinhaltet. Vor allem für Hunde! Wie viele Hunde wurden gekauft, weil sie als Welpen so süss aussahen? Kommen sie dann ins Flegelalter, sind ihre Halter überfordert und der Hund wandert ins Tierheim. Oder Kinder nerven ihre Eltern mit dem Wunsch nach einem Hund so lange, bis diese schliesslich nachgeben und ein lebendiges Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen. Geht es dann darum täglich, bei jedem Wetter, mit Bello spazieren zu gehen, ist plötzlich niemand mehr zuständig. Und wieder wandert ein Hund ins Heim oder wird zu einem gestörten Tier. Ich hoffe sehr, dass der neue „Sachkundenachweis Theorie für Hundehaltung“, der bei der ersten Anschaffung eines Hundes erlangt werden muss, diese unüberlegten Käufe stoppt. Denn wer sich auch in der Theorie mit seinem zukünftigen, neuen Rudelmitglied auseinadersetzten muss, der macht sich doch zumindest ein paar Gedanken über dessen Wohlergehen.

Die Welpenförderung zwischen der 12. und 16. Lebenswoche ist leider noch nicht für alle Hunde obligatorisch. Kleine Hunde sind vom Pflichtbesuch des „Kindergartens“ ebenso befreit wie vom Junghundekurs. Das ist Schade, denn die Welpenförderung dient vor allem der Sozialisation der Hunde. Sie lernen mit Artgenossen umgehen und werden auf ein Leben ausserhalb ihrer Stammfamilie vorbereitet. Tatezi zum Beispiel, die die Frechste im Wurf gewesen ist, bei jeder Rauferei obenauf war, hat im Welpenkurs plötzlich den Schwanz eingezogen und war sehr ängstlich. All die anderen Hunde haben sie erschreckt. Darum durften wir die ersten beiden Male zu Beginn der Stunde nur mit einem anderen Welpen zusammen sein. So hat sie ihr Selbstvertrauen wieder entdeckt und bald konnte sie mit all den anderen Welpen zusammen sein. Und auch heute noch freut sie sich jedes Mal wenn ich zu ihr sage: „Komm, wir gehen in die Hundeschule.“

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs die Erfüllung ihrer Wünsche für das eben begonnene Jahr! Viel Freude mit Hunden oder anderen Tieren, denn sie sind es, die unseren Alltag bereichern.

Sippenhaftung

Sonntag, 27. Dezember 2009

Das Klima ist rauer geworden. Hundehalterinnen und Hundehaltern bläst ein kalter Wind um die Ohren. Ihren Hunden erst Recht. Am kommenden Freitag tritt im Kanton Zürich das neue Hundegesetz in Kraft. Weil ein paar erbärmliche Typen ihr nichtexistentes Selbstbewusstsein nur durch das Scharfmachen ihrer Hunde aufbessern konnten oder sie dermassen quälten und schlecht behandelten, dass diese Tiere sich auf die einzige Art wehrten, die ihnen zur Verfügung steht und bissen, müssen jetzt alle Hunde und ihre Halter den Kopf hinhalten. Besonders an den Kragen geht es Hunden, die im Gesetz als zur Rassetypenliste ll gehörend umschrieben werden. Ab dem 1. Januar 2010 ist das Züchten und Halten von folgenden Rassen im Kanton Zürich verboten: American Staffordshire Terrier, Bull Terrier, American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, American Pit Bull Terrier, Pit Bull Terrier, Bandog und Basic Dog (beides Pit-Bull-Varianten) sowie sämtlichen Hunden, die mindestens zehn Prozent Blutanteil dieser Rassen haben. Wer bereits einen solchen Hund hält, kann um eine Haltebewilligung nachfragen.

Zehn Prozent Blutanteil machen einen Hund offenbar furchteinflössend oder gefährlich. Nur, wer weiss so genau, was in seinem geliebten Mischling steckt? Müssen jetzt alle Mischlingshunde zur DNS-Analyse antreten und so Dank genetischem Fingerabdruck ihre Verwandtschaft offen legen? Einen Vaterschaftstest machen? Gibt es überhaupt gefährliche Hunderassen? Jeder Hund beisst irgendwann, wenn man ihn nur lange genug schikaniert. Und laut der Statistik des Bundesamtes für Veterinärwesen sind Hunde vom Schäferhundetyp für die meisten Bissunfälle in der Schweiz verantwortlich. Von diesen gibt es aber auch am meisten. Und kleine Hunde sind überdurchschnittlich häufig in Beissvorfälle mit Kindern verwickelt. Auch ist offenbar unklar, ob Vorfälle bei einzelnen Rassen nicht öfters gemeldet werden als bei anderen. Deshalb schreibt das Bundesamt für Veterinärwesen auch: Die Angaben zur Rasse können nur vorsichtig interpretiert werden.

Trotzdem wird den oben genannten Hunderassen nun die Existenzberechtigung abgesprochen. Nach dem tragischen Unfall, bei dem ein Pitbull einen kleinen Knaben totgebissen hat, haben wir offenbar die Sippenhaftung eingeführt.

Three Dog Night

Sonntag, 20. Dezember 2009

Die Rekorde jagen sich: von den tiefsten Dezembertemperaturen seit Jahrzehnten ist heute in den Zeitungen zu lesen. In Basel war es letzte Nacht mit -16,0 Grad so kalt wie seit 1964 nicht, Luzern erreichte gar mit -16,1 Grad den tiefsten Wert seit Messbeginn 1931 und in dem im Neuenburger Jura gelegenen La Brevine, dem Tiefkühlschrank der Schweiz, sank das Thermometer auf -34,2 Grad. Es ist saukalt. Oder anders ausgedrückt, letzte Nacht war eine „three dogs night“ (drei Hunde Nacht).

Was haben drei Hunde mit den Kälterekorden zu tun? Das Rätsel löst sich über Musik. Wer mag sich erinnern an die amerikanische Rockband „Three Dog Night“? Die Gruppe war von 1968 bis 1975 besonders aktiv, spielte 40 goldene Schallplatten ein, verkaufte fast 50 Millionen und hatte 21 Top-40-Hits. Besonders bekannt wurden sie mit den Songs „Mama Told Me Not to Come“ von Andy Newman, „Eli’s Coming“ von Laura Nyro und „Joy to the World“ von Hoyt Axton. Seit 2006 sind sie wieder auf Tournee, immer noch dabei die beiden Sänger Cory Wells und Danny Hutton, der Keyboarder Jimmy Greenspoon und der Gitarrist Michael Allsup.

„Redwood“ nannten sich die jungen Männer 1968 bei der Gründung der Band und behielten diesen Namen bis eines Tages Danny Huttons damalige Freundin June Fairchild in einem Magazin einen Artikel über Australiens Ureinwohner, die Aborigines, las. In kalten Nächten, stand da geschrieben, würden die Aborigines in einem Loch schlafen, dabei einen wilden Hund als Wärmequelle umarmend. Ist es sehr kalt, hätten sie zwei Hunde bei sich und bei extremer Kälte würde es zu einer Drei-Hunde-Nacht. Ob June Fairchild Hunde liebt, dass sie der Band zu diesem Namen riet? Oder machte ihr die Musik ihres Freundes so warm wie die drei Hunde den Aborigines zu der Zeit, als dieses Wort geschaffen wurde?

Ich muss ja zum Glück nicht draussen übernachten wie die Aborigines. Doch bei diesen Temperaturen bin ich froh, wärmt mir Tatezi das Bett ein bisschen vor:

Bett vorwärmen

Die Bagger rücken näher

Sonntag, 13. Dezember 2009

Bald ist es zu Ende mit unseren Spaziergängen direkt von zu Hause aus. Zumindest für die nächsten drei Jahre. Wir wohnen am Stadtrand von Winterthur, nur zirka 100 Meter trennen uns von der Landwirtschaftszone und gleich dahinter beginnt der Wald. Durch die leichte Hügellage dieser Wiesen kann von ihnen aus der Blick über die Stadt, auf die Kyburg und bei Föhn bis zu den Alpen schweifen. Kurz, es wäre allerbeste Wohnlage. Und das soll es jetzt auch werden. Ich habe von dieser geplanten Überbauung zum ersten Mal gehört, als Tatezi noch ein Welpe war, also vor 2 ½ Jahren. In der darauf folgenden Nacht hatte ich prompt einen Albtraum. Meinen friedlichen Schlaf störte ein Bagger, der dabei war einen tiefen Schacht auszuheben. Nur gerade so breit wie der Bagger war und am Ende erhob sich eine senkrechte Wand. Dort sass meine kleine Hündin. Gefangen, denn auf sie zu fuhr langsam der Bagger, die grosse Schaufel kampfbereit erhoben. Wie ein Opferlamm sass sie da und hatte keine Fluchtmöglichkeit. Ich stand oben, bewegungsunfähig vor Panik. Mit rasendem Puls bin ich erwacht bevor die sich senkende Schaufel Tatezi erreicht hat. Dieser Traum war so eindrücklich, dass er sich bei jedem Anblick von Baumaschinen wieder in mein Bewusstsein drängt.

Jetzt ist es also soweit, die lange Planungsphase der Überbauung „Wohnen in Oberseen“ ist abgeschlossen und letzten Monat haben die Erschliessungsarbeiten begonnen. Für die Kanalisation arbeiten sich die Bagger den Hügel hinauf, heben einen Schacht für die Rohre aus und haben diese Woche den Feldweg erreicht, dem wir auf unseren Spaziergängen folgen:

Auf 48’000 m² Land entstehen 136 Wohneinheiten (wohnen-in-oberseen.ch). Bald ist es fertig mit Herumrennen und Spielen auf den grossen Wiesen:

Und die Apfelbaumallee wird vielleicht noch ein- oder zweimal so blühen wie im letzten Frühling, bevor sie den Baumaschinen zum Opfer fallen wird.

Tatezi liebt Pokern

Sonntag, 6. Dezember 2009

Stimmt, Tatezi liebt es sehr, wenn wir, meine Tochter Gabi,
mein Sohn Niklaus und ich zusammen pokern. Dann ist nämlich ihr ganzes Rudel zusammen, inklusive Gabis Hund Wuschi. Sie weiss vor lauter Aufregung jeweilen gar nicht, wen sie zuerst begrüssen soll, rennt von einem zum anderen und möchte wohl am liebsten gleichzeitig alle zusammen „umarmen“. Und dann gibt es erst noch Knochen, für Wuschi einen kleinen und für Tatezi einen grossen. Schliesslich sollen die Tiere auch etwas davon haben, wenn wir Menschen es zusammen lustig haben.

Seit etwas mehr als einem Jahr treffen wir uns alle drei bis vier Wochen zu einem Pokerabend. Natürlich spielen wir auch um einen Einsatz, allerdings nicht um Geld. Wer verliert muss beim nächsten Mal kochen, wer Zweiter wird bringt das Dessert mit und der Gewinner darf sich einfach hinsetzten und essen, muss danach auch weder abwaschen noch die Küche aufräumen. Damit der Kick da ist, muss der Einsatz schon etwas bedeuten, ansonsten würde die Spannung fehlen. Und da wir uns alle drei lieber an den gedeckten Tisch setzen als in der Küche zu stehen, versuchen wir mit allen Mitteln unsere „Gegner“ zu besiegen. Ich liebe diese knisternde Atmosphäre, wenn mit jeder aufgedeckten Karte die Spannung steigt, man nicht sicher ist, ob die anderen jetzt bluffen oder wirklich so gute Karten haben. Ich muss mir dann immer überlegen, ob ich einen Schluck Tee oder Cointreau trinken darf oder nicht, ob die anderen daraus ableiten können ob ich bluffe oder nicht. Es gibt ja so viele verräterische Zeichen, die ein geübter Pokerspieler kennt. Die achten sicher darauf, ob sich die Atmung leise beschleunigt, eine leichte Röte die Wangen bezieht oder einer plötzlich blinzeln oder niesen muss, was allerdings ziemlich plump wäre. Im Onlinepoker, wo mein Sohn gern mal eine Session spielt, bevorzugt auf der Seite partypoker deutsch, gibt’s das natürlich nicht und man kann sich voll auf das Spiel konzentrieren. Ganz so ernst nehmen wir es am Familientisch nicht, wir wollen uns daneben auch gemütlich unterhalten können. Tatezi allerdings wäre eine gute Pokerspielerin, beherrscht sie doch das Pokerface perfekt:

Fünf nach zwölf

Sonntag, 15. November 2009

Wie ich es hasse. Wie zuwider es mir ist, meine Belege zu sortieren, zu verbuchen und dann ordentlich abzulegen. Das ganze Jahr über sammle ich fleissig jeden Kassenbon, jede Quittung, jeden Beleg und werfe sie einfach in eine Kiste, in der Hoffnung, am Ende darin das eine oder andere Papier zu finden, das ich von der Steuer abziehen kann. Je grösser dieser unsortierte Haufen Zettel jeglichen Formates wird, umso grösser wird meine Abneigung davor. Und umso mehr Arbeit wartet auf mich. Was mich natürlich nochmals tausend Ausreden erfinden lässt, um diese Arbeit für ein paar weitere Wochen, Tage und zuletzt Stunden hinauszuzögern.

Eigentlich ist es gar nicht das Buchen an sich, das mich dermassen nervt. Das Jonglieren mit den Zahlen könnte mir sogar Spass machen. Und am Ende zu wissen, wo mein Geld hin verschwunden ist, ist zwar nicht eine freudige, wohl aber erhellende Tatsache. Es ist die verdammte PFLICHT es zu tun, die mich zur verhinderten Revoluzzerin macht.

Mittlerweilen ist es fünf nach zwölf um die Buchhaltung des Jahres 2008 der Steuerberaterin abzugeben. Ich denke mir allerdings, für sie bin ich eine gute Kundin. Denn wenn alle Steuerpflichtigen schon im Januar die Buchhaltung für das eben zu Ende gegangene Jahr abgeben würden, von was könnten dann die Steuerberater den Rest des Jahres leben? Heute ist also der Tag, an dem ich etwas zu ihrem Einkommen beitragen muss. An dem ich die Mitte Oktober begonnene Arbeit endlich zu Ende bringen muss. Nachdem sie mit mir in die Bretagne gereist und unerledigt wieder zurückgefahren ist. Ich musste doch soviel mit Tatezi spazieren gehen…

Tatezi scheint meine Abneigung zu teilen und hilft mir sicher wieder, wie letztes Mal, als sie sich voller Begeisterung den nicht benötigten Papieren angenommen hat:


War es der Vollmond?

Sonntag, 8. November 2009

Da sass ich Anfang dieser Woche abends am PC, habe noch ein Solitaire gespielt, und Tatezi ist schon zu Bett gegangen. Will heissen, sie hat es sich auf meinem Bett bequem gemacht. Plötzlich ertönte aus dem Schlafzimmer ein fürchterliches, lautes Geheul, als ob ein Wolf dem Mond seine Aufwartung machen würde. Ich bin dermassen schnell aufgestanden, dass ich beinahe Pult und Stuhl mitgerissen hätte und ins Schlafzimmer gerannt, wo ich meine Hündin schlafend fand. Ob sie sich wohl in einem Albtraum befand? Ich habe sie sanft gestreichelt um sie zu wecken, denn wer will schon länger als unbedingt nötig an so einem garstigen Ort verweilen und ich wollte ihr das auch nicht zumuten. Sie war zwar unterdessen still, aber beim Erwachen doch noch in ihrem Traum gefangen, denn sie schien mich erst gar nicht zu erkennen, hat mich ganz befremdet angeschaut und leise geknurrt. Was muss sie Schreckliches geträumt haben, dass sie dermassen durcheinander war? Ich habe sie noch nie so heulen gehört.

Hunde träumen wie wir Menschen auch. Ob sie dabei die Erlebnisse des Tages noch einmal durchleben und so verarbeiten? Neu Gelerntes im Hirn verankern? An besagtem Tag ist allerdings nichts Aussergewöhnliches vorgefallen. Und in ihren meisten Träumen scheint sie friedliche Ereignisse zu durchleben, fiepst dabei hie und da oder ihre Beine zucken, als ob sie im Schlaf durch eine grosse Wiese rennen würde.

Gabi hat mir gestern gesagt, dass diese Woche Vollmond war. Ist meine Hündin neuerdings mondsüchtig? Wer hat Erfahrungen mit träumenden Hunden bei Vollmond?

Die gefährlichen Kampfhasen

Sonntag, 1. November 2009

Die Zeiten, in denen Tatezi auf unseren Spaziergängen wild an der Leine gezerrt hat, es kaum erwarten konnte bis wir auf freiem Feld waren wo sie herumrennen darf, sind zum Glück Vergangenheit. Ich will nicht sagen, dass sie jetzt immer ganz brav „Fuss“ gehen würde, aber sie ist meist gut führbar. Auf dem Heimweg klappt es sogar sehr gut. Doch seit ein paar Wochen hat sie eine Macke: etwa 50 Meter vor unserem zu Hause geht sie freiwillig hinter mich oder versucht auf die andere Seite auszuweichen. Sie hat ganz offenbar Angst. Aber wovor? Da ist bloss eine Hecke und die war schon immer da seit wir zusammen spazieren gehen. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich realisiert habe, dass Tatezi Angst hat vor den Hasen, die hinter dieser Hecke in einem grosszügigen Château Lapin hausen. Vielleicht haben sie irgendwann ein unbekanntes Geräusch gemacht, ob dem Tatezi erschrocken ist? Denn dass es wirklich gefährliche Kampfhasen sind, kann ich nicht glauben.

Manchmal ist meine Hündin wirklich ein Angsthase. Und manchmal bringt sie mich damit in Verlegenheit. Wie auf der Heimreise aus unseren Ferien, als wir in Chartre übernachtet haben. Nach langen Autofahrten habe ich immer grossen Appetit auf ein gutes Stück Fleisch, Pommes Frites und einem Glas Wein dazu. Richtig ungesund, aber eine Belohnung muss sein. Tatezi hat sich bis jetzt in Restaurants immer korrekt aufgeführt, vielleicht weil sie weiss, dass sie dann am Ende meiner Mahlzeit noch ein Stückchen vom Fleisch bekommt. Das war diesmal zu Beginn nicht anders. Bis sie plötzlich etwas ganz gefährliches gesehen hat: einen hölzernen Paravent. So ein Ding ist ihr nie zuvor unter die Augen gekommen und entsprechend hat sie reagiert. Hat ein ganz tiefes, gefährliches Knurren von sich gegeben und laut gebellt. Und um auch optisch furchterregend zu wirken, haben sich ihr alle Rückenhaare aufgestellt. Die beiden Männer neben dem Paravant, die vermutlich gedacht haben Tatezis Reaktion gelte ihnen, haben mich entsetzt angesehen. Und sämtliche Augen im Restaurant waren auf uns gerichtet, Gespräche verstummten, alle warteten – die Spannung im Raum war beinahe mit Händen greifbar.

Selten bin ich so schnell aufgestanden und habe Tatezi ins Hotelzimmer geführt. Wohl war mir nicht dabei, sie alleine in diesem fremden Zimmer zu lassen, denn vor dem Restaurantbesuch habe ich bloss mein Gepäck dort deponiert, sie kannte es also kaum. Zum Glück war nichts Gefährliches im Zimmer, denn meine Hündin hat keinen Mucks gemacht. Als ich nach dem Essen zu ihr zurück ging, lag sie auf meiner Jacke und hat geschlafen. Zum Schlummertrunk an der Bar habe ich sie wieder mitgenommen; sie war lammfromm. Musste doch ihr gutes Renommee wieder herstellen. Und tatsächlich hat ein Mann gesagt: „So gefährlich sieht sie eigentlich gar nicht aus.“

Wovor haben Eure Hunde Angst?

Oh wie peinlich

Sonntag, 4. Oktober 2009

Hunde und kleine Kinder können einen ganz schön in Verlegenheit bringen. Letzthin war ich mit Tatezi auf dem Spaziergang, als das Handy mit Vibrieren einen Anruf ankündigte. Es war der Bankberater, auf dessen Rückruf ich sehnlichst gewartet habe, denn für meine Hypothek bezahlte ich noch Zinsen, von denen heute jede Bank nur träumen kann. Für mich waren sie eher ein Albtraum. Und während ich mit dem netten Herrn verhandelte, begann Tatezi in wohlbekannter Manier in kleinem Kreis herumzugehen, suchte sich die geeignete Stelle und Stellung um ihr Geschäft zu verrichten. Obwohl mein Handy keine Bildübertragung während einem Gespräch liefert, war es mir äusserst peinlich, um Zinssätze zu feilschen und dabei meinem Hund beim Scheissen zuzusehen.

Noch peinlicher dürfte für Gabis Freundin ihr Erlebnis mit Gabis Hund Wuschi gewesen sein. Sie hat den Hund gehütet und wollte ihm etwas Gutes tun, gab ihm das Butterpapier mit noch reichlichen Resten darauf zum Abschlecken. Bevor sie mit Hund zum Einkaufen ging. Mitten im Eingangsbereich des Einkaufszentrums hat die Verdauungsfördernde Wirkung der Butter eingesetzt und Wuschi sich mit Durchfall erleichtert. Mit Papiertaschentüchern konnte die rot angelaufene Freundin das Malheur notdürftig beseitigen.

In jeder Hundeschule heisst es: „Der Hund muss versäubert auf den Platz kommen“. Deswegen, und damit sich Tatezi beim Lernen besser konzentrieren kann, machen wir auch immer einen Spaziergang bevor es in die Schule geht. Das hat bis jetzt fast immer geklappt. Doch kurz vor ihrer letzten Läufigkeit ist dann das kleine Unglück geschehen. Kaum hat meine Hündin Claudia, die Leiterin, gesehen, ist sie zu ihr hin – und hat ihr auf den Schuh gepinkelt! Aus Hundesicht war das in Ordnung, denn Claudia hat einen Rüden und Tatezi ihm so mitgeteilt, dass sie bald für amouröse Abenteuer zu haben sei.

Peinlich auch, was der einstigen Chefin meiner Tochter passiert ist. Gabi hatte ihr Praktikum bei der amerikanischen Bank beendet und wurde mit einem kleinen Festakt verabschiedet. Wuschi, den sie hie und da mit zur Arbeit genommen hatte, war auch dazu eingeladen und sollte ebenfalls ein Abschiedgeschenk bekommen. Die Chefin hat vor allen Mitarbeitenden gesagt: „Und hier noch etwas für unsere Muschi“ – und dazu Wuschi ein Paar Würstchen überreicht…

Als Laie WM-Luft schnuppern

Sonntag, 20. September 2009

War das eine Ankunft! Kaum hatten wir am Samstag die Messehalle in Dornbirn betreten, schlug uns Kuhglockengebimmel entgegen und die aufgeheizte Wettkampfstimmung liess die Luft vibrieren. Wir eilten durch die Türe – und sahen den Schweizer Toni Zürcher mit seiner Border Collie Hündin Witch am Start. Die Kuhglocken verstummten und ich sah zum ersten Mal einen Lauf an einer Agility-WM. Witch sauste los und mir schien, als würden sie und Toni Zürcher in einer eigenen, kleinen Welt den Parcours absolvieren. All der Lärm, die Gerüche und ab und zu das Blitzlicht eines Fotoapparates, drangen nicht zu ihnen durch. Es gab in diesem Moment nur Witch und Toni. Verbunden durch ihre Geheimsprache der Handzeichen und Laute, mit denen Toni Zürcher seine Hündin führte. Elegant, schnell und bis zum Schluss fehlerfrei. Die Kuhglocken wurden dermassen heftig geschüttelt und die Stimmbänder der Schweizer Fans explodierten beinahe, dass mir die gute Leistung klar war, bevor ich die Tafel mit den Resultaten entdeckt habe. Das Team lag auf dem 3. Platz. Bis zum Ende des Wettkampfes wurde allerdings Rang 6 im Jumping Indiviudal Medium daraus, den 3. Platz übernahm dafür die Teamkollegin Letizia Pellegrini mit ihrem Mudi Nomade.


Jetzt haben wir doch noch ein Bild von Toni Zürcher MIT Hund Witch bekommen.

Als Agility-Laie faszinierte mich das ganze Erlebnis, das Eingebunden sein in einen Fanclub. Ich, die ich bisher immer ein bisschen lachen musste, wenn ich in der Tagesschau aufspringende und johlende Fans gesehen habe, ich bin auch aufgestanden und habe den Schweizer Teams am Start lautstark meine mentale Unterstützung zugerufen. Habe mit ihnen gezittert und gelitten. Aber das habe ich bei allen Teams, die ich gesehen habe. Was mir besonders positiv aufgefallen ist, war das sportliche Verhalten des Publikums. Hat ein Hund einen zur Disqualifizierung führenden Fehler gemacht, hat das ganze Publikum ihn mit Klatschen angefeuert, doch noch sein Bestes zu geben. Und so hat er doch auch die akustische Bestätigung bekommen, die ihm am Ende seines Parcours verwehrt wurde.

Die Freude der Hunde am Wettkampf war zu sehen und bei den meisten auch zu hören. Die einen bellten ganz aufgeregt bei jedem Hindernis, andere fiepten oder gaben undefinierbare Geräusche von sich. Und am Ende hat jeder mit dem Schwanz gewedelt und das Lob seines Menschen erwartet. Aus der ganzen Haltung des Hundes konnte ich direkt die erwartungsvoll strahlenden Augen sehen. Bei den meisten kam das Lob auch sofort durch Streicheln oder Umarmen, egal ob die gelaufene Zeit super oder schlecht war. Einige fingen ihre Hunde, die ihnen direkt in die Arme sprangen, auch liebevoll auf. Aber es gab auch die anderen. Diejenigen, die ihren Frust über eine Disqualifizierung offen zeigten oder sich von einem Teamkollegen tröstend umarmen liessen und den Hund in diesem Moment, nach dem er alles gegeben hatte, sich selber überliessen. Und es gab den feurigen Spanier, der seinen Hund vor dem Start und am Ziel, obwohl er disqualifiziert worden ist, geküsst hat.


Nach einem Superlauf am Sonntag wurde Toni Zürcher Vizeweltmeister

Mein Wachhund

Sonntag, 30. August 2009

Letzte Nacht hat Tatezi bei meinem Sohn Niklaus geschlafen – und ich sehr schlecht. Kaum war ich im Bett, bin ich hochgeschreckt. „Was war das?“ Da war irgend ein Geräusch, und zwar nicht das Katzentor. Licht machen oder mich im Dunkeln ins Parterre hinunter schleichen? Ich habe mich für Licht entschieden, bin aber trotzdem so leise wie möglich ins Büro geschlichen, auf der Suche nach einer möglichen Waffe. Mit meinem grossen, metallenen Postiche, wurfbereit in der erhobenen Hand, habe ich mich schliesslich hinuntergetraut, nur um gähnende Leere zu finden. Von Fenster zu Fenster hat mich mein Kontrollgang geführt und auch die Haustüre wurde nochmals überprüft. Ist Tatezi im Haus, kann es schon mal vorkommen, dass die Türe nicht abgeschlossen ist oder ein Fenster die ganze Nacht offen bleibt. Und ich kann trotzdem bestens und tief schlafen.

Wie aber würde Tatezi reagieren, wenn uns denn tatsächlich einmal ein Einbrecher besuchen würde? Die Prüfung ein guter Wachhund zu sein, hat sie nicht gerade mit Bravour bestanden. Sie war auch damals bei Niklaus und dieser nach einem langen Spaziergang unter der Dusche, als es an der Haustüre geläutet hat. Mein Sohn hat sich gewundert kein Gebell zu hören, aber trotzdem in Ruhe weitergeduscht. Bis er plötzlich eine Stimme vernahm. Er nichts wie raus aus der Dusche, notdürftig abgetrocknet, schnell in die Kleider geschlüpft und zur Türe geeilt. Da steht doch tatsächlich eine fremde Frau mit Kind im Hauseingang, streichelt die schwanzwedelnde Tatezi und sagt zu ihr: „was bist du denn für ein schöner?“ Es war die Frau des Vermieters, die mit ihrem Schlüssel die Türe geöffnet hat, um den Stromzähler abzulesen. Tatezi ist ihr nie zuvor begegnet und sie war auch zum ersten Mal bei Niklaus, es war also kein noch so schwacher Geruch da, der ihr gesagt hätte, dass diese Frau das Haus betreten darf.

Tatezi ist dermassen darauf versessen, von allen Menschen gestreichelt zu werden, dass es schon immer meine Befürchtung war, sie würde auch einen Einbrecher freudig begrüssen. Nur wüsste der ja das nicht und sicher bei ihrem Anblick zusammenzucken, Angst bekommen. Was sie wiederum riechen würde und dann mit Gebell auf ihn zustürmen. Dass sie zudem nachts anders reagiert, hat mich auch beruhigt. Ein paar Tage nach dem Vorfall bei Niklaus kam spät am Abend ein Nachbar durch den Garten auf mein Haus zu, nur als dunkler Schatten undeutlich sichtbar. Da hat Tatezi aber gebellt, geknurrt und Schwanz und Haare aufgestellt! Und deshalb bin ich sicher, absolut niemand getraut sich nachts ungebeten in mein Haus.

Ich habe einen Traum

Sonntag, 23. August 2009

Darf man ganz egoistisch seine Träume verwirklichen? Ich habe einen ganz grossen, seit ich zirka in der achten Klasse „Seltsame Fahrten in Brasilien“ von Richard Katz gelesen habe. Südamerika ist seither für mich der Inbegriff der Sehnsucht. Irgendwann habe ich „Der alte Patagonien-Express“ von Paul Theroux verschlungen, habe ihn dabei in Gedanken auf seiner Reise von Medford (USA) nach Patagonien begleitet. Seither überfällt mich in unregelmässigen Abständen die Sehnsucht auf seinen Pfaden zu wandeln. Vor allem der Teil der Reise durch Südamerika ist zum Objekt meiner Träume geworden. Einmal mit der Andenbahn fahren! Das wäre das Grösste. Doch wie so oft im Leben, verschob ich auch diesen Traum. Auf irgendwann, später einmal… Nach der Ausbildung musste erst einmal Geld verdient werden und eh ich es mich versah, war ich glückliche Mutter zweier Kinder. Die Kinder wurden gross, zogen aus und mein Traum war ein bisschen in die Jahre gekommen und verblasst.

Vor drei Jahren, als ich an chronischer Polyarthritis erkrankt bin, begann mein Jugendtraum wieder in den buntesten Farben durch mein Hirn zu spucken. Und der Wunsch, ihn endlich zu realisieren wird immer drängender. Doch jetzt habe ich Tatezi und die Frage stellt sich, ob ich ihr diese Reise zumuten könnte. Oder ist dieses erneute Zögern bloss eine Ausrede aus Angst, es nicht mehr zu schaffen? Klar, wir würden/werden (?) die Reise in vielen kleinen Etappen machen, uns beiden zu liebe. Was mir am meisten Kopfzerbrechen macht, ist der Sprung über den grossen Teich, die zirka 9 Flugstunden. Die Beringstrasse, die Meerenge zwischen dem östlichsten Teil Asiens und dem westlichsten Amerikas, ist nur zirka 85 km breit, der Flug darüber, so ich denn einen finden würde, wäre daher kurz. Doch der Weg dorthin! Da müsste ich für meine Reise ja mehr als ein Jahr planen!

Und deshalb, liebe Blogleser, habe ich heute eine Frage an Euch: was habt Ihr für Erfahrungen gemacht mit Euren Hunden auf Flugreisen? Oder war am Ende gar schon jemand mit seinem vierbeinigen Freund auf Weltreise?


Wir sind schon am Üben, Tatezi soll sich langsam an die Transportbox gewöhnen können. Als erstes habe ich ihre Decke im Wohnzimmer in den Unterteil der Box gelegt

Hundespaziergang in High-Heels?

Sonntag, 16. August 2009

Zum Glück wohnen wir nicht in Luzern, wo der SVP-Mann René Kuhn mit kritischem Blick die Weiblichkeit begutachtet und sie verunglimpft
(Schweizerinnen-laufen-wie-Vogelscheuchen-umher). Er würde mich glatt als „Vogelscheuche“ in seinem „Gruselkabinett“ eingliedern. Denn ich gestehe es: ich gehe ungeschminkt, ohne Schmuck, in bequemen Sandalen oder Wanderschuhen, Jeans und T-Shirt auf den Hundespaziergang! Und schlimmer noch, ich färbe mir die Haare nicht mehr. Mir gefallen ganz einfach meine weissen Haare und ich stehe zu meinem Alter, den gemachten Erfahrungen, seien sie gut oder schlecht gewesen.
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Ob die Luzerner besonders hohe Ansprüche haben? An die Frauen, versteht sich, nicht an sich selber. Ich hatte mal das Vergnügen mich mit einem Typen aus Luzern zu unterhalten, der von seiner Frau verlangte, dass sie sich immer geschminkt, perfekt frisiert, in einem hübschen Kleid und High-Heels präsentiere. Sogar morgens um 09 Uhr sei seine Frau die perfekte Dame, hat er nicht ohne Stolz erklärt, und öffne dem Postboten dermassen zurecht gemacht die Türe. Dass er selber alles andere als ein Schmuckstück ist, versteht sich wohl von selber: der Bierbauch hängt tief über den Gürtel hinunter, seine wenigen Haare wirken nicht gerade frisch gewaschen und sein T-Shirt war wohl teuer, spannte aber trotzdem über der Wampe.
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Nur, ausgerechnet diese Woche, als Kuhn dermassen über die Schweizer Weiblichkeit herzog, fühlte ich mich doch ein wenig unwohl in meinem Outfit. Wir hatten wieder einen Termin beim Zahnarzt und ich habe den Hundespaziergang knapp vor der Abfahrt geplant, damit Tatezi müde für die Reise in Bus, Bahn und Tram sei. Doch dann ist mir irgendwie die Zeit entglitten und mir blieb nichts anderes übrig, als so wie ich für den Spaziergang angezogen war in die Stadt zu fahren. Tatezi hat meine ungepflegte Aufmachung mehr als wettgemacht und alle Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. In jedem Verkehrsmittel bekam sie Komplimente und beim Warten auf die S-Bahn gerieten Touristinnen richtig aus dem Häuschen ob ihrem Anblick. „What a beautiful dog!“ riefen sie ein übers andere Mal und fragten gar, ob sie ein Foto von ihr machen dürften. Durften sie natürlich. Nur von ihr. Und werden diese Feriengäste, wieder zu Hause, ihre Bilder betrachten, so werden sie entzückt sein ob der Schweizer Weiblichkeit.

Der Hund als Flirtfaktor

Sonntag, 26. Juli 2009

Hunde, habe ich in der deutschen Hundezeitschrift „dogs“ ( www.dogs-magazin.de ) gelesen, sollen für Singles ganz besonders geschätzte Eigenschaften haben: mit ihren grossen, treublickenden Augen, ihrem weichen Fell und dem freudigen Schwanzwedeln geben die Anlass zu Gesprächen und dem Flirten steht so nichts mehr im Wege. Ja, es gibt sogar Hundeflirt-Kontaktbörsen, wie etwa www.date-my-dog.eu, über die sich Singles mit Hund finden können.

Bei mir war es allerdings gerade umgekehrt, ich bin über ein Date mit einem Mann auf den Hund gekommen. Wie vor so einem Treffen üblich, hatten mich Fragen gequält wie „Was soll ich bloss anziehen?“ oder „Ist das Make-up dezent und doch verführerisch?“ Dass dieser Ausflug zum Treffen in Basel weitreichende Folgen für mich haben sollte, ganz unabhängig von meinem Aussehen, konnte ich damals nicht ahnen. Denn beim Spaziergang durch die Altstadt habe ich mich Hals über Kopf verliebt. Nicht in den Mann, dessentwegen ich in die Stadt am Rhein gefahren bin, nein, von dem Moment an, in dem ich diesen Hundewelpen gesehen hatte, war es um mich geschehen. Wie eine Plüschstatue sass er am Fuss einer Treppe, hat seine riesengrossen, blauen Kulleraugen auf mich gerichtet und mein Verstand setzte aus. Ich konnte nicht widerstehen, musste die neben ihm sitzende Frau fragen, ob ich ihn streicheln dürfe und was das für eine Rasse sei. Die Frau strahlte übers ganze Gesicht, ähnlich einer jungen Mutter, deren Kind bewundert wird, und erklärte mir nicht ohne Stolz, dass ihr Welpe ein Australian Shepherd sei. Ich durfte streicheln! Dieser erste, scheue Kontakt mit dem seidenweichen, weiss-grauen Fellknäuel bescherte mir Schmetterlinge im Bauch und ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu fahren, den PC zu starten und mich auf die suche nach einem Aussie, wie diese Hunde liebevoll genannt werden, zu machen.

Irgendwann, spät in dieser Nacht, bin ich googlend auf Rembrandt gestossen. Seinem Namen alle Ehre erbietend, sitzt er da wie hingemalt und gleicht jenem kleinen Fellknäuel, in das ich mich verliebt hatte, aufs Haar. Da wusste ich, vorerst allerdings erst im Bauch, dass ich dereinst so einen Aussie als Begleiter haben würde. Der Kopf hingegen hatte noch unzählige Gegenargumente aufgezählt: ein Hund braucht viel Zeit, Du kannst nicht mehr spontan verreisen, junge Hunde knabbern alles an und denk nur an die gefüllten Kot-Säckchen…
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Heute, rund drei Jahre später, weiss ich übrigens, dass Rembrandt ein Halbbruder meiner Tatezi ist, sie haben beide die gleiche Mutter, Gina v. Waldacker. Und was soll bloss schlimm sein an gefüllten Kot-Säckchen?

Wird der Hund zum Sündenbock?

Sonntag, 19. Juli 2009

Diese Woche im Tages-Anzeiger gelesen: „70-Jähriger bodigt Kampfhund“. Es geht in diesem Artikel um die Geschichte des Airdale-Terrier Mike, der von einem American Bulldog im Nacken gepackt und durch seinen Halter aus dessen Fängen befreit wurde. So etwas sollte nicht geschehen. Aber was mich noch viel mehr geängstigt hat, sind all die Kommentare, die auf diesen Artikel hin in der Online-Ausgabe des Tagesanzeigers geschrieben wurden. Da kommt es zu einem Schlagabtausch, als gelte es einen verbalen Boxkampf zu gewinnen. Wo kommt bloss all der Hass her? Hass auf Hunde, Hass auf ihre Halter und Halterinnen, Hass auf Politiker.

Niemand wird mir widersprechen, was im Dezember 2005 in Oberglatt geschehen ist, als drei Hunde den kleinen Süleyman zu Tode gebissen haben, ist sehr tragisch. Seither wird jeder Beissunfall, in den ein so genannter Kampfhund involviert ist, zum auflagefördernden Grossereignis in den Medien hochstilisiert. Die Rufe nach einem Verbot von gewissen Hunderassen werden immer lauter. Ebenfalls 2005 wurden in der Schweiz 5468 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder schwer verletzt. Will jemand deshalb die Autos verbieten? Der Vergleich hinkt nicht, denn beim Auto ist es der Mensch, der fährt, und die meisten sind verantwortungsvoll und fahren unfallfrei. Und die meisten Hundehalter- und halterinnen sind verantwortungsbewusst, erziehen ihre Hunde und sorgen dafür, dass sie es gut haben. Leider gibt es Autoraser, die unschuldige Verkehrsteilnehmer verletzten oder töten. Und leider gibt es auch unter den Hundehalter/innen Menschen, die keine Achtung vor dem Lebewesen Hund haben, es schikanieren, bis es sich auf die einzige Art wehrt, die ihm möglich ist: bis es zubeisst. Oder sie richten den Hund gar dazu ab, Menschen anzugreifen.

Ebenfalls diese Woche im Tages-Anzeiger gelesen: „Fast jeder Vierte wurde schon tätlich angegriffen.“ Von Menschen! Und auf der Homepage von Amnestie International steht geschrieben: „Jede dritte Frau wird in ihrem Leben einmal vergewaltigt, geschlagen, zum Sex gezwungen oder auf andere Weise misshandelt.“ Doch darüber regt sich kaum jemand auf. Es ist einfacher, über Hunde herzufalllen. Denn diese können sich nicht wehren.

Und zum Schluss noch ein ganz ketzerischer Gedanke: gewisse Rassen sollen verboten werden. Hatten wir das nicht schon einmal?

PS: Zu diesem Blog gibt es kein Foto von Tatezi. Aber in der Galerie hat es dafür neue Bilder von unseren letzten Ferien.

Die Last der Erstgeborenen

Sonntag, 5. Juli 2009

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, sehe ich fast überall das gleiche Bild: die Erstgeborenen unter ihnen können die Bürde dieses Standes bis heute nicht ablegen. Wer spielt immer Mutter Theresa in der eigenen Familie? Die Erstgeborenen! Wer fühlt sich für alles verantwortlich? Die Erstgeborenen! Ja, auch ich bin eine von ihnen. Wie oft musste ich in meiner Kindheit den Satz „Du, als Älteste, musst mit gutem Beispiel vorangehen“ hören. Für manches musste ich kämpfen, was meine jüngeren Brüder dann automatisch bekamen. Und wenn wir zusammen eine Velotour machten, war immer ich es, die die Route wählte, die Kilometer ausrechnete und in Jugendherbergen die Übernachtungen buchte – bin noch heute stolz darauf. Ältere Geschwister müssen oft ihre jüngeren beaufsichtigen, sind für sie verantwortlich. Das prägt. Ein Leben lang.

Als ich den Welpen Tatezi zu mir holte, war Gabis Hund Wuschi zwei Jahre alt, selber kaum der Flegelzeit entwachsen. Doch plötzlich erwartete ich von ihm, dass er „vernünftig“ sei, sprich, dass er immer gehorche und zurückhaltend sei. Tatezi andererseits war der niedliche, verspielte Welpe, dem ich so manches durchgehen liess. Sie ist immer noch sehr hübsch, nur muss sie sich mittlerweilen auch an die Regeln halten. Und trotzdem, manchmal sehe ich, dass Wuschi immer noch die Last des Älteren zu tragen hat. Kommen meine Tochter und ihr Hund auf Besuch, gibt es immer wieder Situationen, in denen Wuschi auf seiner Decke bleiben muss, während mit Tatezi gespielt wird. Oder, wenn sie läufig ist und wir alle zusammen ausgehen, wer muss dann im Auto bleiben und darf nicht mit ins Restaurant kommen? Wuschi natürlich! Wenn wir spazieren gehen, welches Mensch-Hund-Gespann geht voran? Tatezi und ich. Ich glaube, es ist Zeit für ein bisschen mehr Gerechtigkeit in meinem Rudel zu sorgen.

PS: Tatezis verletztes Bein ist auf dem Weg der Besserung, sie hinkt nur noch ganz selten.

Platz da!

Sonntag, 31. Mai 2009

Ein guter Freund, der vor rund 30 Jahren in die USA ausgewandert ist, wundert sich bei seinen Besuchen in der Schweiz immer über die hiesigen Aggressionen. Auf der Strasse. In Gesprächen. Im Leben allgemein. Sein Fazit: wir leben so eng aufeinander, dass es zwangsläufig zu Reibereien kommen muss. Mir war das eigentlich gar nicht bewusst, doch in den letzten 10 Tagen musste ich mehrmals an seine Worte denken. Etwa als mir auf einem Feldweg 10 bis 12 Pferde mit Reiterinnen begegneten. Immer schön zwei Pferde nebeneinander kamen sie daher, eine geballte Ladung Kraft, die bedrohlich wirkte auf dem schmalen Weg. Tatezi hat ja ein Problem mit Ross und Reiter (siehe Die Macht der Gene), doch gelingt uns mittlerweilen das Kreuzen mit einem einzelnen Pferd ganz gut, sogar auf schmalen Wegen. Auch die Begegnung mit zwei Pferden, wenn sie hintereinander gehen, schaffen wir heute meist problemlos. Doch eine halbe Karawane? Mir wurde ungemütlich und ich trat den Rückzug in das hohe Gras neben dem Weg an. Zwei bis drei Meter im Abseits habe ich sie ins Sitz genommen und wir wollten in Ruhe den Durchgang der Pferde abwarten.

Die Pferde kamen näher, immer noch zu zweit nebeneinander. Auf meiner Höhe hielten sie an und die Anführerin schrie mich an: „He, sie, das ist unser Heugras! Wenn da jeder einfach hineintreten würde, könnten wir es nicht mehr brauchen.“ Mein Adrenalinspiegel schoss noch mehr in die Höhe, Tatezi, die bis anhin ganz brav neben mir gesessen war, sprang auf riss wie wild an der Leine und ich schrie zurück: „Was soll ich denn sonst tun?“ Die Reiterin weiss um Tatezis Probleme mit Pferden hat und hat gleich noch eines drauf gegeben: „Ich glaube, Sie haben Angst vor Pferden und gar nicht ihr Hund.“ Ich muss zugeben, so viele Pferde, so nahe beieinander, die nur Zentimeter neben mir durchgeritten wären, hätten auch bei mir ungute Gefühle ausgelöst. Pferde sind Fluchttiere und wer weiss, wie sie reagiert hätten, wenn Tatezi plötzlich gebellt hätte? Hätte eines ausgeschlagen, wäre wohl Tatezi Kopf zertrümmert gewesen oder mein Bein gebrochen. Hoch zu Pferd, von oben herab, lässt sich gut über die Ängste der Fussgänger spotten.

Ein paar Tage später brach ein gewaltiges Gewitter los und es goss wie aus Kübeln. Auf unserem Morgenspaziergang sahen wir, was das Unwetter alles angerichtet hatte: Äste lagen auf der Strasse, kleine Bäume waren entwurzelt und das Heugras der Reiterin war zu Boden gedrückt worden. Im Stillen habe ich mich gefragt, ob diese Dame jetzt die höhere Macht auch angeschnauzt habe: „He, Sie, das ist unser Heugras.“

Hundslausig

Sonntag, 17. Mai 2009

Warum benutzen wir so oft das Wort Hund, manchmal zusammen mit Eigenschaften, die wir diesem Tier wie keinem anderen andichten, wenn wir etwas Negatives ausdrücken wollen? Wir schimpfen jemanden einen faulen Hund – sind Hunde faul? Ich kann natürlich nicht für andere Hunde sprechen, aber Tatezi ist bestimmt nicht faul, hält mich ganz schön auf Trab. Ursprünglich wurden Australian Shepherds gezüchtet um Schafe zu hüten und tun dies bis zu 18 Stunden täglich! Würde man das von Menschen verlangen, liefen Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften Sturm.

Ein Sauhund, das ist wirklich ein widriger Mensch, entweder von seinem persönlichen Hygienestandard her oder dann benimmt er sich total daneben, ist auch gemein. Müsste da jetzt das Schwein oder der Hund mehr beleidigt sein? Zugegeben, hie und da liebt es auch Tatezi, sich beispielsweise in einem Fuchsdreck zu wälzen… Aber, wir Menschen benutzen ja auch Parfum und die Geschmäcker sind eben verschieden.

Einen scharfen Hund titulieren wir einen sehr arroganten Menschen. Ein krummer Hund nimmt es mit dem Gesetz nicht so genau und ein gemeiner Hund ist wirklich fies. Es gibt natürlich Hunde, die leider aggressiv sind, die von Menschen dazu erzogen, gezwungen wurden. Doch gemein ist kein Tier, diese Eigenschaft unterscheidet uns von ihnen.

Bei diesem Wetter schickt man keinen Hund vor die Türe, sagt eindeutig aus, wo auf der Beliebtheitsskala ein Hund steht. Nicht einmal ihm, will man das schlechte Wetter zumuten. Oder wir sagen schlicht ein Hundewetter, wenn es garstig kalt und nass ist. Ist es endlich Sommer und wird es uns zu heiss, muss wiederum der Hund hinhalten: wir sprechen von den Hundstagen.

Nicht ganz so eindeutig ist die Bezeichnung, jemand führe ein Hundeleben. Ist der faul? Oder ein armer Hund? Oder geht es ihm gar gut, weil er, wie die meisten Familienhunde, alles hat, was er zum Leben braucht?

Und auch der Titel dieses Blogs ist zweideutig: Ist jemand auf den Hund gekommen, ist er meistens in keiner komfortablen Lage. Ich war das auch nicht (siehe Meine Therapiehündin), doch ich hatte Glück, bin auf den Hund gestossen (gekommen), habe Tatezi gefunden.

Geburtstag

Sonntag, 10. Mai 2009

Diese Woche hatte Tatezi Geburtstag, wurde zweijährig! Für sie war das natürlich ein Tag wie jeder andere, doch vielleicht hat sie sich gewundert, warum es plötzlich so gutes Futter gab: Reis mit Thon. Und erst noch ein neues Spielzeug, das sie wie üblich sofort zu zerlegen begann.

Für mich war es ein Tag mit vielen Fragen. Mit zwei Jahren ist sie jetzt eine Hundefrau und ich weiss immer noch nicht, ob ich sie einmal Junge haben lassen soll oder nicht, ob ich sie kastrieren lasse oder nicht. Schon bevor sie bei mir eingezogen ist, wurde ich dazu mit den diversesten Meinungen konfrontiert: Du musst sie unbedingt vor der ersten Läufigkeit kastrieren lassen, das senkt das Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs um 70 Prozent. Lass sie mindestens einmal läufig werden, sonst bleibt sie in ihrer charakterlichen Entwicklung stehen, wird nie erwachsen. Kastrierte Hunde werden dick, bekommen ein anderes Fell und Hündinnen werden oft inkontinent. Ist sie nicht kastriert, kann sie scheinträchtig werden. Tierärzte schüren die Angst vor Krebs aus Eigeninteresse, denn diese Operationen sind ein gutes Geschäft. Alles nur Ausreden, die der Bequemlichkeit von Hundehaltern dienen, die sich nicht mit der Läufigkeit herumschlagen wollen, Angst vor mit Blut besudelten Möbeln haben. Sogar von Tierärztinnen bekam ich unterschiedliche Empfehlungen. Während die eine mich auf das Krebsrisiko bei nicht kastrierten Hündinnen hinwies, meinte die andere: „So eine wunderschöne Hündin dürfen sie auf keinen Fall operieren lassen, das wäre eine Verschwendung. Vielleicht wollen sie ja eines Tages doch noch mit ihr züchten.“

Tja, und so bin ich immer noch nicht weiter, weiss nicht was ich machen soll. Denn für mich ist Tatezi natürlich wirklich die schönste Hündin, wie jeder Hundehalter von seinem Tier das gleiche annimmt, und sie hätte bestimmt süsse Welpen. Andererseits wäre das ein gewaltiger Aufwand. Und so hoffe ich auf rege Kommentare mit Rat.

Und weil heute Muttertag ist, hier ein Foto von Gina, Tatezis Mutter, aufgenommen als ich die damals trächtige Hündin zum ersten Mal gesehen habe:

Tatezi, die Trösterin

Sonntag, 3. Mai 2009

Die letzten zwei Wochen waren hart, für uns alle. Ich habe mich dazu entschliessen müssen für meine Mutter, die bis anhin bei mir gewohnt hatte, einen Pflegeplatz zu suchen. Ich habe die täglich 24 Stunden Präsenz nicht mehr geschafft. Ihre nächtlichen Albträume, die auch mich aus dem Schlaf gerissen haben. Ihre zeitweise Verwirrtheit und ihre Halluzinationen. Die Angst, wenn ich vom Hundespaziergang nach Hause komme, wäre sie wieder weg und würde irgendwo herumirren. Doch noch nie fiel es mir derart schwer etwas auszusprechen wie den Satz: „Mam, ich kann nicht mehr, wir suchen dir ein Plätzchen.“ Für Mutter fiel eine Welt zusammen und ihre Tränen haben mein schlechtes Gewissen ins uferlose geschwemmt.

Tatezi, die schon immer ganz besonders liebevoll mit meiner Mutter umgegangen ist, auch als Welpe nie an ihr hochgesprungen ist, hat sich noch mehr an sie geschmiegt als üblich. Kaum waren wir bei ihr, ist sie zu Mutter aufs Bett gesprungen und hat ihr Hände oder Arme abgeleckt. Wäre Tatezi ein Mensch, würde man wohl sagen, sie ist so verständnisvoll. Denn auch sie kam in diesen zwei Wochen zu kurz: ihre Spaziergänge musste ich auf das Minimum reduzieren, weil das Suchen eines Pflegeplatzes enorm viel Zeit frisst. Und selbst wenn wir zusammen durch Wiesen und Wald unterwegs waren, sind meine Gedanken nicht bei ihr gewesen, haben mein schlechtes Gewissen und das Gefühl versagt zu haben mich vom Spiel mit meiner Hündin abgelenkt.

Wir haben Glück gehabt und ein Zimmer in einer sehr sympathischen Pflegewohngruppe gefunden. Und so konnten wir schon diese Woche umziehen. Ich weiss nicht was Tatezi wahrgenommen hat, aber an diesem Tag hat sie sich abends vor die Türe, die zu Mutters Wohneinheit geführt hat, gelegt und leise gewinselt. Das hat sie noch nie getan, obwohl Mutter auch schon für Ferien weg gewesen ist. Ja, und jetzt haben wir, wie es mir scheint seit langer, langer Zeit, endlich wieder einen Spaziergang genossen. Sind weit zusammen gewandert, haben gespielt und für die Hundeschule geübt.

Modehund

Sonntag, 26. April 2009

Was sind die Motivationen für einen Hundekauf? Vermutlich gibt es unzählige, doch die ursprüngliche, sich einen Arbeitshund anzuschaffen, ist heute in der Minderheit. Wohl gibt es noch den Hofhund, der Haus und Tiere bewacht und den Jagdhund, der mit seinem Tun an die anfängliche Beziehung Mensch Hund erinnert, indem er seinem Halter beim Aufspüren der Beute hilft. Durch Züchtung und Ausbildung sind heute Hunde in den verschiedensten Gebieten einsetzbar, deren Halter sich deshalb auch ganz bewusst für ein Tier dieser Rasse entschieden haben, und die dann mit viel Schulung das erstrebte Ziel erreichen. Sanitätshunde, Polizeihunde, Blindenhunde, Schutzhunde, Hütehunde und Therapiehunde sind nur einige dieser Spezialisten, die zusammen mit dem für sie verantwortlichen Menschen mit ihrer Arbeit viel Gutes tun.

Auch der Familienhund ist im Grunde genommen ein Arbeitshund, hilft er doch oft den Eltern bei der Erziehung, vermittelt die Achtung vor Lebewesen und einen bewussten Umgang mit Tieren. Wenn denn auch hier Ausbildung von Halter und Hund Ernst genommen werden. Hier ist vom neuen schweizerischen Tierschutzgesetz einiges zu erhoffen, denn wer schon vor dem Kauf des Hundes einen Kurs besuchen muss, überlegt es sich vielleicht doch noch einmal, ob er diese Verantwortung wirklich übernehmen will. Ob das neue Gesetz in dieser Hinsicht greift, wird sich vor den nächsten Sommerferien zeigen, wenn weniger Hunde im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden.

Was aber ist von einem Modehund zu halten? Oder besser gesagt von Menschen, die sich für einen Hund NUR entscheiden, weil diese Rasse gerade in ist? Es gab eine Zeit, da war beinahe jeder zweite Hund ein Pudel. Mal waren es Dackel, die die Poleposition auf der Liste der Lieblinge innehatten, mal Labradorhunde oder in jüngerer Zeit Golden Retriever. Doch seine Tage als Nummer eins sind gezählt seit die USA einen First Dog namens Bo haben. Obamas portugiesischer Wasserhund ist dabei weltweit den Kindern zu helfen ihre Eltern unter Druck zu setzen. Oder vielleicht sind es auch die Eltern selber, die sich durch einen Verwandten Bos etwas präsidialen Glamour verschaffen wollen? Züchter werden von Anfragen überschwemmt. Dabei gibt es gar nicht mehr viele portugiesische Wasserhunde, weltweit noch zirka 1000. Diese Rasse, ursprünglich gezüchtet um den Fischern in Portugal zu helfen, wurde nach der Einstellung der Küstenfischerei nicht mehr benötigt. Vermutlich wird sie jetzt wieder einen Aufschwung erleben.

Off-Topic: Übrigens, es gibt jetzt noch neue Fotos von unseren Bretagne-Ferien in der Galerie.


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