Schmerzen zwingen uns zu Planänderung

31. Januar 2013 von Christine

Ein alter Bahnhof, zum Hostal umgebaut, war unser nächstes Ziel. Wir konnten ihn lange nicht finden, haben mehrere Male nach dem Weg gefragt, bis wir schliesslich begriffen haben, dass wir tatsächlich auf der alten Bahntrasse fahren mussten um zu diesem Bijou zu gelangen. Und welche Überraschung, hier gab es sogar mehrere vegetarische Gerichte. Wie habe ich das geschätzt, denn auf dieser Reise bin fast zur Vegetarierin geworden. Mir, die ich schon vorher nur noch sehr wenig Fleisch gegessen habe, widerstand das immer gleiche Stück Fleisch bald einmal. Unsere Hunde waren darob nicht unglücklich, denn sie bekamen in der Regel zirka 80 Prozent meines Fleisches. Für mich blieben dann meistens ein paar Pommes, Reis und ein wenig Salat, der oft vorwiegend aus Zwiebeln bestand. Zum Glück gab es an den meisten Orten zum Frühstück herrlich frische Früchte.



Auf der Weiterfahrt haben wir den Äquator zum zweiten Mal überquert. Diesmal haben wir ihn sogar gefunden, denn beim ersten Mal haben wir, obwohl wir sehr gut Ausschau gehalten haben, die gezackte Linie, die laut unserem Reiseführer auf der Strasse die Stelle markiert, nicht gesehen. Dieses Rätsel löste sich damals am nächsten Tag, als ich mit dem Guide des Hotels einen Ausflug gemacht habe und ihn danach gefragt habe: die Strasse ist neu und der Äquator noch nicht eingezeichnet. Das Äquatormonument Quitsa To, die Mitte der Welt, ist heute an der Stelle wo schon die Tsachila-Indianer vor mehr als 1000 Jahren mit Hilfe eines Sonnenkalenders die Zeiten der Saaten und Ernten bestimmt haben.


Und wieder ging es rauf, zum auf 3‘854 m hoch gelegenen Dorf Quilotoa, wo der gleichnamige Kratersee liegt. Den wollten wir am folgenden Tag in einer vierstündigen Wanderung umrunden. Doch mein Rücken hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz fünf geschluckter Schmerztabletten habe ich vor Schmerzen geheult und konnte mich kaum mehr bewegen. Da ich vermutet habe, dies sei wegen der Kälte und Höhe, haben wir beschlossen am nächsten Tag gleich wieder abzureisen und unsere Reiseroute zu ändern. So sehr es uns gereizt hätte, noch die 220 Bergseen, die Lagunas de Anteojos, zu besuchen, wir liessen der Vernunft den Vorrang und machten uns auf den Weg, um so schnell wie möglich wieder ans Meer zu gelangen.


1 Kommentar zu „Schmerzen zwingen uns zu Planänderung“

  1. GZi sagt:

    ich wünsch Euch alle Gute und weiterhin viel Freude an Eurer reise! ich hoffe, die Schmerzen legen sich bald wieder und Du kannst vor allem jetzt einmal ein paar Tage ein abwechslungsreicheres schmackhaftes Essen genießen! Liebe Grüße und Danke für die wundervollen Fotos und Impressionen!


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