Von der Tortur bis zu Wohlbefinden

5. Dezember 2012 von Christine

Auf besonderen Wunsch von Gesa hier unser Therapieplan: Unsere Tage in der Madre Selva Jungle Lodge begannen um 06.30 mit einer stündigen Meditation. Nun, ich muss gestehen, meditieren war noch nie mein Ding, ich kann das einfach nicht, meine Gedanken kommen nie zur Ruhe. Mit den vor allem morgens heftigen Rückenschmerzen wurde es allerdings zur reinen Tortur. Leichter zu ertragen waren die abendlichen Meditationen. Und viel besser haben mir die drei Fussreflexzonenmassagen und die vier Rückenmassagen gefallen.

Wir meditieren mit Mückenschutz und gut gegen die Kälte eingepackt

Yoga stand auch auf unserem Programm und darauf habe ich mich besonders gefreut. Wenn mir auch in einer der Stunden vor Schmerzen die Tränen kamen, so hat es doch sehr gut getan und mein Rückenweh gelindert. Gustavo, der meine Pein mitbekommen hatte, hat danach das Programm für mich angepasst. Super! Leider hatten wir nur drei Stunden mit ihm. Zurück in der Schweiz werde ich aber wieder Yogaunterricht nehmen.
Gegen Schmerzen in den Handgelenken musste ich diese täglich zweimal zehn Minuten in heissem und danach eine Minute in kaltem Wasser baden, Gabi die ihren abwechslungsweise zehn Mal eine Minute heiss und eine Minute kalt. Das hat uns wirklich gut geholfen.

Gabi badet ihre Hände in der Salatschüssel

Schwerpunkt unserer Therapie war/ist allerdings eine Umstellung unserer Ernährung, was nicht ganz einfach ist. Keine Milch und kein Käse mehr – wie mir das schwerfallen wird. Besser bewältigen werde ich sicher können, morgens eine Suppe zu essen. Oder zuerst etwas Früchte, allerdings süsse und saure nicht gemischt, und danach erst nach mindestens einer halben Stunde etwas anderes. Da ich eh nicht besonders auf Süssem stehe, habe ich auch kein Problem damit, Zucker wegzulassen. Ebenso wenig wird mir der Verzicht von Aufschnitt, Wurst, Soyaprodukten und Konserven schwerfallen und da ich nicht mehr viel Fleisch esse, passt es mir ganz gut, nur noch zweimal wöchentlich Tierisches auf dem Speiseplan zu haben.

Natürlich gibt es nicht nur Verbote sondern auch Empfehlungen, die mir alle schmecken: viel Rohkost, Sprösslinge, Algen, Vollkornreis, Quinoa, Obst, drei Mal pro Woche eine Tasse Joghurt und kalt gepresste Olivenöle. Auf unserer Reise wird es nicht einfach sein, uns an diese Regeln zu halten. Zurück in der Schweiz werden wir sie aber so gut wie möglich einhalten. Und Ausnahmen sind ja immer gestattet.

Die Passionsfrucht ist eine der Obstsorten, die erlaubt sind. Sie wachsen hier im Dschungel.

Zum Fazit der Madre Selva Jungle Lodge

2 Kommentare zu „Von der Tortur bis zu Wohlbefinden“

  1. GZi sagt:

    Oh… auf Milch(produkte) und Käse zu verzichten würde schon sehr schwer fallen… Milch nehme ich nur in den Kaffee oder mal zum Kochen, aber ich esse viel Joghurt und Quark und Ziegenkäse esse ich z.B. sehr gerne….
    Was soll denn das Wechelbaden der Handgelenke bewirken? das ist ja fast wie eine Kneipsche Anwendung… Yoga würde ich auch gerne mal ausprobieren…

  2. Christine sagt:

    Liebe Gesa, ja, uns kam es auch vor wie eine Kneipptherapie. Hat aber wirklich gut und sofort geholfen. Die Ernährungsumstellung braucht sicher länger bis eine Wirkung Eintritt, vor allem, da wir uns auf der Reise nur schwerlich daran halten können/wollen. Vor allem jetzt in der Weihnachtszeit… 🙂 . Oh, jetzt realisiere ich gerade, dass wir noch kein einziges „Weihnachtsguezli“ (Konfekt) gesehen haben 🙁


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