Gestrandet in Miami

16. Oktober 2011 von Christine

Da wollte ich doch nach La Paz in Bolivien fliegen. Und wo bin ich gelandet? In Miami. Dort habe ich wegen einer fast zweistündigen Verspätung des Fluges von New York meinen Anschlussflug verpasst. Das gemeine war, dass ich es geschafft hätte, wäre nicht zuletzt nochmals eine Panne aufgetreten: unser Flugzeug konnte nicht andocken. Eine halbe Stunde standen wir ganz kurz vor dem Dock, während vom Nachbardock aus mein Flug in den Nachthimmel abhob. So bin ich 25 Stunden nach meiner Abreise von zu Hause in einem Hiltonhotel untergekommen. Natürlich ohne Koffer und deshalb war mein erster Gedanke: zum Glück habe ich Tatezi nicht dabei. Denn was wäre mit ihr passiert? Wäre sie, wie mein Koffer, irgendwo abgestellt worden?

Mit meinen Wanderschuhen, der Jack Wolfskinhose und -jacke sowie dem kleinen Rucksack sah ich vermutlich ebensowenig wie die üblichen Gäste des Hotels aus wie das französische Paar, das ebenfalls den Anschlussflug verpasst hatte. Als wir uns um 23 Uhr in die Bar setzten um ein verspätetes Abendessen zu uns zu nehmen, lösten wir Gelächter aus und jemand rief: „Seht mal, die Backpackers (Rucksackreisende) kommen!“ Als wären wir exotische oder schräge Vögel. Wir haben auch gelacht.

Ich habe die 24 Stunden in Miami erst mal zum Ausschlafen genutzt. Doch dann reichte die Zeit noch gut für einen Strandspaziergang, welchen ich allerdings wegen meiner zugebenermassen hier unpassenden Kleidung kurz hielt. Beim Abflug in der Schweiz war das Wetter sehr kühl und die Prognose für La Paz sah etwa gleich aus. Entsprechend war ich angezogen und die Sommerschuhe waren auch im Koffer. In Miami hingegen herrschten Hochsommertemperaturen. Deshalb habe ich jetzt ein neues T-Shirt, das wie der Hotelaufenthalt inklusive Mahlzeiten und die nötigsten Toilettenartikel von der Fluggesellschaft American Airlines bezahlt wird.

3 Kommentare zu „Gestrandet in Miami“

  1. Gabriela sagt:

    Hey Mam

    Nun, dass ist ja blöd gelaufen. Aber ich bin froh, dass es Dir gut geht und Du Dein Gepäck am Schluss wieder bekommen hast! Mir gefällt das Foto von Miami und so 24h stranden ist nicht so schlimm, wenn man ein Hilton Hotel und so ein schöner Strand zur Verfügung hat, oder?

    Gute Fahrt und mehr Glück mit den Geschehnissen da drüben! 😉

    Liebs Grüessli vom Töchterli
    Gabi

  2. Jacqueline sagt:

    Liebe Christine

    Es gibt ja auf jeder Reise eine Logistikpanne. So kannst Du nun froh sein, diese bereits zu Beginn hinter Dir zu haben und Dich auf ein problemloses Weiterkommen zu freuen!

    Ich wünsche Dir ein gutes Ankommen in Bolivien und sichere Fahrt.

    Liebi Grüess, Jacqueline

  3. Christine sagt:

    @Gabriela: das glaube ich, dass Dir das Bild vom Strand gefällt. Du wärst wohl selber gerne mit dabei gewesen, oder? Liebe Gruess Mam

    @ Jacqueline: ich habe es auch nicht als schlimm empfunden – bin ja schliesslich flexibel 🙂 . Und habe mich gefreut, dadurch nette Franzosen kennen gelernt zu haben, mit denen ich die nächsten zwei Tage verbracht habe. Liebe Gruess Christine


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