Glückstreffer

4. Juli 2011 von Christine

Ich hatte es kaum zu hoffen gewagt, dass wir in diesem Hotel unterkommen könnten. Es sah so sauber und gepflegt aus, war von Blumen umgeben und hatte einen Parkplatz. Trotzdem bin ich mit Tatezi zur Rezeption gegangen – und welch freudige Überraschung, wir wurden aufgenommen. Während dem Ausfüllen des Anmeldeformulares habe ich wohl mit meiner Hündin gesprochen, denn plötzlich sagte jemand hinter mir: „Grüezi“. Es war Eva, die Hotelmanagerin, eine in der Schweiz aufgewachsene Griechin.

Ich habe mich vom ersten Moment an wohlgefühlt im Hotel Casa Kolping in Sucre und so war für mich schnell klar, dass ich hier sechs Wochen bleiben und einen Spanischkurs besuchen würde. Da ich nicht wie ursprünglich geplant in Bussen reisen kann, fehlt es mir an Gelegenheit mit Leuten zu sprechen und meine Spanischkenntnisse haben sich noch überhaupt nicht verbessert. Ich hatte genug von meinem mühsamen Gestotter.

Eva hat mir die Sprachschule des Instituto Cultural Boliviano-Alemán empfohlen, und auch das war ein Glückstreffer. Die Schule ist klein, es hatte niemanden, der auf meinem Niveau Unterricht brauchte, und so habe ich jeden Tag 1 1/2 Stunden Privatunterricht in Grammatik und zweimal in der Woche 1 1/2 Stunden Konversation. Das fordert mich so sehr, dass ich noch kaum dazu gekommen bin mir Sucre, die weisse Stadt, anzusehen. Ich sinke jeden Abend todmüde ins Bett.

Beim Institut befindet sich das KulturCafé Berlin, wo es mal deftige, deutsche Hausmannskost mal bolivianische Spezialitäten gibt. Und wie es der Name sagt, wird auch Kultur angeboten, in Form von Ausstellungen, Konzerten und Filmen. Kurz, ein Lokal, in dem man sich wohlfühlt.

Auch bin ich froh, kann ich die Schule zu Fuss erreichen, denn ehrlich gesagt macht mir die hiesige Fahrweise in Städten ein bisschen Angst. Ich weiss nicht, ob die Autos hier keine funktionierenden Blinker haben – ich habe auf jeden Fall noch nie einen bei der Arbeit gesehen. Dafür wird vor jeder Kreuzung gehupt. Im Reiseführer steht: „Die Verkehrsregeln entsprechen denjenigen in Europa. Doch in der Praxis hat oft der Stärkere Vorfahrt.“ Das scheint zu stimmen und so wage ich mich nur sehr zaghaft über Kreuzungen. Die Strassen sind zum Teil so eng, dass vor dem Kreuzen die äusseren Spiegel zurückgeklappt werden müssen. Auch das ist nicht unbedingt nach meinem Geschmack.

3 Kommentare zu „Glückstreffer“

  1. Diana sagt:

    schön dass du grad gestern etws drauf hast…
    welche Eva ist es? AuchAnita hätte gern eine Lebenszeichen von Dir! sie haben ja die Wohnung renoviert, aber die Küche kommt erst…Also sei doch nett und lad sie mal zum Essen ein!
    Das Buchliegt ncoh bei mir, soll ich es heimschicken, an diene Tochter??
    Zum Geburi wünsche ich dir in 10 tagen; bleib die junggebliebene Abeneuerlustige! herzlich diana

  2. Christine sagt:

    @Diana: Liebe Diana, ich würde ja Anita gerne zum Essen einladen, aber ich bin in Sucre, Bolivien, und nicht in Brasilien 🙂 . Was für ein Buch? Eilt aber bestimmt nicht. Du kannst es mir geben, wenn ich zurück bin. Liebe Gruess Christine

  3. GZi sagt:

    Liebe Christine, wie schön, dass es Dir besser geht und Du schon wieder bloggen kannst! Ich hoffe jedenfalls, dass es nun richtig gesundheitlich wieder aufwärts geht! Schön, dass Du ein so nettes Hotel gefunden hast – sogar mit ein wenig heimischen Anklängen! lass es Dir gutgehen dort und erhole und entspanne Dich ein wenig von den Strapazen!


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