Ein Fall für die Versicherung

5. Dezember 2010 von Christine

Tatezi hat, wie berichtet (Schon wieder Durchfall), von Zeit zu Zeit immer wieder Durchfall. Nun haben wir den Übeltäter eruiert: Giardien. Diese mikroskopisch kleinen Dünndarmparasiten sind tierische Einzeller, die weltweit vorkommen. Sie befallen eine Vielzahl von Säugetieren, auch den Menschen, Vögel, Amphibien und Reptilien und verursachen bei ihnen Durchfall, manchmal auch Übelkeit und Bauchschmerzen. Es gibt aber auch Menschen und Tiere, die ohne selber Symptome zu haben, Wirte dieser Parasiten sind und sie in ihrem Kot ausscheiden. Und damit sorgen sie unbewusst für eine Vermehrung und Weiterverbreitung der Giardien, denn diese sind wahre Überlebenskünstler. Immer zwei der Einzeller umgeben sich mit einer Hülle, bevor sie ihren Wirt über den Kot verlassen. So geschützt können sie in Pfützen mehrere Monate überleben, bis sie via Trinkwasser oder Nahrungsmittel ein neues Opfer gefunden haben.

Nach der Gabe von Metronidazol, einem Antibiotikum, hat sich der Kot von Tatezi wieder normalisiert. Unterstütz haben wir den Heilungsvorgang mit Protexin, einem Medikament, das im gesunden Darm vorkommende Mikroorganismen enthält und spezielle Zucker, die selektiv das Wachstum von Mikroorganismen fördern. Und Tatezi hat ein neues Kommando gelernt, das sie sehr schnell und gerne befolgt: „Komm, Tablette“. Wobei mir natürlich schon klar ist, dass es ihr dabei nicht um die Tablette geht, sondern um die Scheibe Wurst oder das Stückchen Käse, welche als Tarnung für die Tabletten dienen.


Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität, ich habe meine gute Kamera ausgeliehen.

Damit haben wir den ersten Fall für die Hundekrankenkasse. Denn die Untersuchung auf Giardien ist anspruchsvoll und daher teuer. Die Laboranalyse einer Kotprobe alleine kostet Fr. 236.–. Morgen geben wir die zweite Probe ab und hoffen, dass diese negativ ausfallen wird.

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