Wir haben alle den Schnee gespürt

28. November 2010 von Christine

Ich habe die Wettervorhersage schon seit einer Weile nicht mehr geschaut, mit den Hunden raus muss ich ja egal ob die Sonne scheint oder es Katzen hagelt, und hatte deshalb absolut keine Erklärung für das Verhalten unserer Hunde. Zu Beginn dieser Woche wurden sie von Tag zu Tag unruhiger und nervöser. Der Höhepunkt dieser Aufsässigkeit war am Mittwochabend erreicht: alle fünf bis zehn Minuten ging das Gebell los. Mal war es der Kleine, der vor der Türe zum Wintergarten kläffte, worauf die Grosse natürlich jeweilen sofort auch in den wütenden Kanon einstimmte. War der Kleine mal ruhig, hat die grosse zuerst gebellt. Ich habe sie immer und immer wieder auf ihre Decke geschickt, was sie zwar folgsam auch taten, doch ihre Haltung liess nichts Gutes Erwarten. Sie sassen da wie auf Nadeln, jeder Muskel angespannt um sofort wieder aufzuspringen.

Irgendwann habe ich es aufgegeben, denn es war unmöglich, mich auf meinen neuen Krimi von Elizabeth George, „Denn die Sünde ist scharlachrot“, zu konzentrieren. Wenn sie von dieser Türe weg sind, war meine Überlegung, beruhigen sie sich vielleicht und bin mit ihnen ins Büro hinaufgegangen. Doch kaum hatte ich mich vor dem PC installiert, sausten die beiden die Treppe hinunter wie der Teufel, der das Weihwasser riecht. Das aber war zu viel. Ich habe die beiden angeschrien wie noch nie, sie ins Büro zitiert und die Türe laut geschlossen. Da sie sich solches von mir nicht gewöhnt sind, waren sie danach ganz ruhig, bis wir eine Stunde später schlafen gegangen sind.

Welche Überraschung am nächsten Morgen: draussen war alles mit einer weissen Decke zugedeckt. Mir wurde schlagartig klar, dass die Hunde am Abend zuvor offenbar den kommenden Schnee gespürt hatten. Und ich vermutlich auch, denn normalerweise lasse ich mich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Seither führen sie sich wieder normal auf, was heisst, dass sie meistens brav und ruhig sind, aber hie und da, wie es sich wohl für einen Hund gehört, auch bellen. Bei den Spaziergängen geniessen sie den Schnee, dass einem ob dem Zuschauen trotz der Kälte warm ums Herz wird:


3 Kommentare zu „Wir haben alle den Schnee gespürt“

  1. GZi sagt:

    Herr Hund Anton schein nicht wirklich wetterfühlig zu sein… abr übersinnlich sind sie sicherlich in irgendeiner Form, unsere Vierbeiner, da gebe ich Dir Recht!

  2. Tom sagt:

    So süße Bilder!

    Meine kleine Malteserin ist leider noch ein bischen krank, weshalb sie den Schnee höchstens 3 mal täglich jeweils 5 Minuten genießen kann. Aber sie ist ja auch noch sehr jung, ich hoffe dass ich auch bald solche Bilder machen kann.

  3. Hans Jürgen sagt:

    Mhm der Schnee muss aber schmecken 🙂 Sieht total süß aus, auch wenns für Hunde wohl nicht das Wahre ist!!


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