Immer diese Machos

22. August 2010 von Christine

Warum bloss führen sich Kater, selbst kastrierte, wie selbstherrliche Machos auf, die um ihr Revier kämpfen und damit angeben? Mit meiner Tochter sind auch ihr Hund Wuschi, der Kater Felino und die Katze Freaky zu mir gezogen. Die ersten Wochen hatten wir noch Ruhe, denn F + F waren in einem Zimmer eingesperrt, damit sie ihr neues Zuhause auch als das akzeptieren lernten.

Mit der Ruhe war es vorbei, sobald wir ihnen die Türe zur Freiheit geöffnet haben. Zu jeder Tages- und vor allem Nachtzeit kämpften fortan meine Katze Frosty und der Kater Söfi mit den Neuzuzügern, trugen ihre Territorialkämpfe lautstark aus. Vielleicht haben auch noch Nachbars Katzen ihr Revier verteidigt, denn da nachts alle Katzen grau sind, war es schwer auszumachen, wer da dermassen erbärmlich geschrien hat. Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass Tatezi geglaubt hat ihren Senf auch noch dazu geben zu müssen. Mit lautem Bellen. Was zumindest die Katzen vorübergehend beruhigt hat, denn gegen den gemeinsamen Feind ist man vereint.

Was mich dann aber wirklich genervt hat, war das besitzergreifende Verhalten der Kater. Beide waren vorher stubenrein und jetzt hatten sie begonnen im ganzen Haus zu markieren. Ich habe gefürchtet, dass sich mein Heim geruchsmässig bald einem Katzenasyl annähern würde. Roch überall Katzenpisse, selbst an Orten, an denen nie eine Katze gewesen ist. Zum Glück war sowieso ein Termin bei der Tierärztin geplant. Sie gab uns homöopathische Tropfen mit, die das Markieren stoppen sollten. Und wir haben bei ihr Feliway bestellt, die synthetische Nachbildung des Gesichtspheromons der Katze. Dieses Pheromon vermittelt den Katzen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, so dass sie auch nicht mehr um ihr Revier kämpfen müssen und nicht mehr markieren. Doch das wäre gar nicht mehr nötig gewesen, denn nach der Gabe der ersten homöopathischen Tropfen hat keiner der Kater mehr markiert!

8 Kommentare zu „Immer diese Machos“

  1. Wale sagt:

    Ich glaube es war Joh. Wolfgang v. Goethe, der in seiner Ballade „Der Zauberlehrling“ geschrieben hat: „Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los.“

    Je mehr ich von Natur und Natuerlichkeit traeume, und dem sogar nachzuleben versuche, desto mehr merke ich oft, dass ich das eigentlich durch das Diktat meiner Kontrolle ueber eben diese Natur zu tun versuche. Ae gueti Zyt!

  2. GZi sagt:

    Oh weh, da habt Ihr aber was mitgemacht! Nun hoffe ich, ist wirklich dauerhaft Ruhe in diesen nun turbulenten Tierhaushalt eingezogen! Wir hatten früher nur einen kastrierten Kater mit 2 ebensolchen Katzendamen bei meinen Eltern (ich selbst hatte ja nur 18 jahrelang einen Stubentiger, weil ich zu Studienzeiten in eienr großen Stadt direkt an einer viel befahrenen straße wohnte und ihn deshalb nicht rausließ).

  3. Christine sagt:

    @Wale: die Natur greift ja auch immer wieder kontrollierend ein. Nur gegen den Menschen kommt sie, leider, nicht an.
    @Gesa: Ja, es scheint, als ob jetzt jede und jeder sein Plätzchen gefunden habe. Und bald sind es ja ein Mensch und ein Hund weniger in diesem Haushalt… 🙂

  4. Elisabeth sagt:

    Das kenn ich auch. Man glaubt auf einmal überall den Katerduft zu erahnen und mag niemanden mehr einladen.Da habt ihr ja Glück, ein homöopatisches Mittel gefunden zu haben. Mich würde interessieren, wie es heißt.

  5. Christine sagt:

    @Elisabeth: es sind homöepathische Tropfen aus der Bachblütenserie. Aber was genau, das weiss lich leider auch nciht.

  6. Claudia sagt:

    @Christine: nochmal zu den Tropfen-entschuldige die dumme Frage, aber sind die denn nur für Tiere oder sonst auch für Menschen?? Ich persönlich habe nach (eigener) Erfahrung mit Homöephatie niemals irgendwelche Ergebnisse erzielt, aber wenn du sagst es hilft?! Habe ebenfalls ein geruchsproblem und das in einer recht kleinen Whg (aber mit Garten;))

    lg

  7. GZi sagt:

    @Claudia: Hömöopathische Mittelchen können sowohl als auch eingesetzt werden – für Mensch und Tier. das sind die gleichen Substanzen, nur werden sie eben in anderen Dosen anzuwenden sein. Deshalb wäre es sinnvoll mit einem Tierarzt oder sehr kundigem Apotheker darüber zu sprechen, wofür Du es genau brauchst. Ich habe auch mal Bachblüten vom Tierarzt für meinen Rüden bekommen, als er anfangs srtändig auf andere Rüden losging, hat m.E. nicht so toll geholfen. Rescue-Tropfen/ sog. „Notfalltropfen“ für den Menschen (bei Stress) helfen ihm aber Silvester einigermaßen gut….

  8. Christine sagt:

    @Claudia: ich kann mich dem von GZi nur anschliessen. Und ich muss sagen, ich war wirklich sehr erstaunt, dass das so schnell geholfen hat. Aber ich bin natürlich sehr froh 🙂 .


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