Das Ende der lebendigen Geschenke?

3. Januar 2010 von Christine

Nachdem ich mich im letzten Beitrag über das Verbot von acht Rassen im neuen Hundegesetz, das seit dem 1. Januar im Kanton Zürich in Kraft ist, geärgert habe, muss ich jetzt doch noch schreiben, dass das Gesetz auch viel Gutes beinhaltet. Vor allem für Hunde! Wie viele Hunde wurden gekauft, weil sie als Welpen so süss aussahen? Kommen sie dann ins Flegelalter, sind ihre Halter überfordert und der Hund wandert ins Tierheim. Oder Kinder nerven ihre Eltern mit dem Wunsch nach einem Hund so lange, bis diese schliesslich nachgeben und ein lebendiges Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen. Geht es dann darum täglich, bei jedem Wetter, mit Bello spazieren zu gehen, ist plötzlich niemand mehr zuständig. Und wieder wandert ein Hund ins Heim oder wird zu einem gestörten Tier. Ich hoffe sehr, dass der neue „Sachkundenachweis Theorie für Hundehaltung“, der bei der ersten Anschaffung eines Hundes erlangt werden muss, diese unüberlegten Käufe stoppt. Denn wer sich auch in der Theorie mit seinem zukünftigen, neuen Rudelmitglied auseinadersetzten muss, der macht sich doch zumindest ein paar Gedanken über dessen Wohlergehen.

Die Welpenförderung zwischen der 12. und 16. Lebenswoche ist leider noch nicht für alle Hunde obligatorisch. Kleine Hunde sind vom Pflichtbesuch des „Kindergartens“ ebenso befreit wie vom Junghundekurs. Das ist Schade, denn die Welpenförderung dient vor allem der Sozialisation der Hunde. Sie lernen mit Artgenossen umgehen und werden auf ein Leben ausserhalb ihrer Stammfamilie vorbereitet. Tatezi zum Beispiel, die die Frechste im Wurf gewesen ist, bei jeder Rauferei obenauf war, hat im Welpenkurs plötzlich den Schwanz eingezogen und war sehr ängstlich. All die anderen Hunde haben sie erschreckt. Darum durften wir die ersten beiden Male zu Beginn der Stunde nur mit einem anderen Welpen zusammen sein. So hat sie ihr Selbstvertrauen wieder entdeckt und bald konnte sie mit all den anderen Welpen zusammen sein. Und auch heute noch freut sie sich jedes Mal wenn ich zu ihr sage: „Komm, wir gehen in die Hundeschule.“

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs die Erfüllung ihrer Wünsche für das eben begonnene Jahr! Viel Freude mit Hunden oder anderen Tieren, denn sie sind es, die unseren Alltag bereichern.

1 Kommentar zu „Das Ende der lebendigen Geschenke?“

  1. GZi sagt:

    Liebe Christine, hach ja, ich wünschte auch, die vielen tierschenker würden sich das vorher mal überlegen…
    Ich bin mit Anton später mal durch den Welpenparcours unserer Hundeschule gegangen, weil er ja so schreckhaft ist… das war für ihn ’ne echte herausforderung über die Bälle zu laufen oder durch den Gang mit den flatternden Tüchern… Leider, leider habe ich ja seit 1 Jahr keine Zeit mehr, mit ihm in die Hundeschule zu fahren – aber er amüsiert sich prächtig, wie die letzten Bilder heute bei mir im Blog beweisen. Ich hatte Dir übrigens am Montag bereits ein Stöckchen zugeworfen… http://gzi-kielnotiert.de/2010/01/04/foto-des-jahres-2009/ Liebe Grüße aus dem norddeutschen Kieler Raum, Gesa


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