Im Banne des Schweinegrippenwahns

27. September 2009 von Christine

Am Donnerstag nach der Hundeschule hat es begonnen. Ganz plötzlich. Wie angeworfen. Die Nase lief ununterbrochen, ein leichter Kopfschmerz stellte sich ein und ein sanftes Kratzen im Hals kündigte Kommendes an. Das traf denn auch tatsächlich ein, in der Nacht auf Samstag habe ich vermutlich das halbe Quartier mit meinem Husten wach gehalten. In anderen Jahren hätte ich mir nichts dabei gedacht, hätte diese Symptome als zu einer banalen Erkältung gehörend erkannt. Doch jetzt, nachdem ich, wie wohl alle anderen auch, mehr als ein halbes Jahr fast täglich die Panikmache um die Schweinegrippe gelesen oder gehört habe, jetzt begann dieses einer Gehirnwäsche nicht unähnliche stete Berieseln seine Wirkung zu zeigen. Unangenehme Gedanken schlichen sich in meinen mittlerweilen heftig schmerzenden Kopf. Was, wenn es nun tatsächlich die Schweinegrippe ist? Soll ich jetzt die von den Nachbarn für Samstag ausgesprochene Einladung zum Abendessen absagen? Wie gehe ich jetzt bloss Hustensaft kaufen, ohne unterwegs alle mir Begegnenden anzustecken? Denn Atemmasken, um die Viren an Ausflügen zu meinen Mitmenschen zu hindern, habe ich natürlich keine.

Ich habe die Nachbarn gewarnt, wollte mich vor allem wegen ihren oft am Sonntag vorbeikommenden Enkelkindern abmelden. Doch die Nachbarin hatte keine Angst vor einer Ansteckung und so habe ich die Einladung dankend angenommen. Und es hat gut getan, mich aufzurappeln und einen gemütlichen Abend in angenehmer Gesellschaft zu verbringen. Heute bin ich noch ein wenig groggy, wohl vom Hustensaft, aber ansonsten wieder OK. Ist wohl doch nur eine banale Erkältung. Und so kann ich erleichtert sagen: es ist besser Schwein zu haben, als die Schweinegrippe.

Tatezi, die in diesen zwei Tagen zu kurz gekommen ist, hat sich mustergültig verhalten. War auf den kurzen Spaziergängen lammfromm und hat ansonsten viel neben mir geschlafen. Sie hat bestimmt gemerkt, dass es mir nicht gut ging. Aber genau so hat sie heute Morgen auch gespürt, dass ich wieder zu mehr fähig bin. Unmissverständlich hat sie darauf gedrängt, endlich wieder raus zu dürfen. Ich werde sie heute Nachmittag mit einem langen Spaziergang für ihre Geduld belohnen und unterwegs werden wir zusammen spielen.

2 Kommentare zu „Im Banne des Schweinegrippenwahns“

  1. Gabi sagt:

    Hey Mam

    bin froh, dass es Dir wieder besser geht! Tatezi-Maus war ja ein prima Schatz! Sie ist schon besonders feinfühlig…

    Liebs Grüssli
    Gabi

  2. weltenderhunde sagt:

    Gut, dass es ihr wieder besser geht. 🙂
    Süßer Hund.
    Liebe Grüße.


bloggerei.de blog-webkatalog.de blogwebkatalog.de topblogs.de