Der Hund als Flirtfaktor

26. Juli 2009 von Christine

Hunde, habe ich in der deutschen Hundezeitschrift „dogs“ ( www.dogs-magazin.de ) gelesen, sollen für Singles ganz besonders geschätzte Eigenschaften haben: mit ihren grossen, treublickenden Augen, ihrem weichen Fell und dem freudigen Schwanzwedeln geben die Anlass zu Gesprächen und dem Flirten steht so nichts mehr im Wege. Ja, es gibt sogar Hundeflirt-Kontaktbörsen, wie etwa www.date-my-dog.eu, über die sich Singles mit Hund finden können.

Bei mir war es allerdings gerade umgekehrt, ich bin über ein Date mit einem Mann auf den Hund gekommen. Wie vor so einem Treffen üblich, hatten mich Fragen gequält wie „Was soll ich bloss anziehen?“ oder „Ist das Make-up dezent und doch verführerisch?“ Dass dieser Ausflug zum Treffen in Basel weitreichende Folgen für mich haben sollte, ganz unabhängig von meinem Aussehen, konnte ich damals nicht ahnen. Denn beim Spaziergang durch die Altstadt habe ich mich Hals über Kopf verliebt. Nicht in den Mann, dessentwegen ich in die Stadt am Rhein gefahren bin, nein, von dem Moment an, in dem ich diesen Hundewelpen gesehen hatte, war es um mich geschehen. Wie eine Plüschstatue sass er am Fuss einer Treppe, hat seine riesengrossen, blauen Kulleraugen auf mich gerichtet und mein Verstand setzte aus. Ich konnte nicht widerstehen, musste die neben ihm sitzende Frau fragen, ob ich ihn streicheln dürfe und was das für eine Rasse sei. Die Frau strahlte übers ganze Gesicht, ähnlich einer jungen Mutter, deren Kind bewundert wird, und erklärte mir nicht ohne Stolz, dass ihr Welpe ein Australian Shepherd sei. Ich durfte streicheln! Dieser erste, scheue Kontakt mit dem seidenweichen, weiss-grauen Fellknäuel bescherte mir Schmetterlinge im Bauch und ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu fahren, den PC zu starten und mich auf die suche nach einem Aussie, wie diese Hunde liebevoll genannt werden, zu machen.

Irgendwann, spät in dieser Nacht, bin ich googlend auf Rembrandt gestossen. Seinem Namen alle Ehre erbietend, sitzt er da wie hingemalt und gleicht jenem kleinen Fellknäuel, in das ich mich verliebt hatte, aufs Haar. Da wusste ich, vorerst allerdings erst im Bauch, dass ich dereinst so einen Aussie als Begleiter haben würde. Der Kopf hingegen hatte noch unzählige Gegenargumente aufgezählt: ein Hund braucht viel Zeit, Du kannst nicht mehr spontan verreisen, junge Hunde knabbern alles an und denk nur an die gefüllten Kot-Säckchen…
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Heute, rund drei Jahre später, weiss ich übrigens, dass Rembrandt ein Halbbruder meiner Tatezi ist, sie haben beide die gleiche Mutter, Gina v. Waldacker. Und was soll bloss schlimm sein an gefüllten Kot-Säckchen?

6 Kommentare zu „Der Hund als Flirtfaktor“

  1. Alexandra sagt:

    Wo die Liebe eben hinfällt… :-)!

    Ich halte das ja immer noch für ein Gerücht mit dem „Flirtfaktor Hund“. Natürlich ist ein Hund ein gutes Gesprächsthema und ich werde auch häufig angesprochen, wenn ich mit meinem Großen unterwegs bin – aber meistens von älteren Damen… ;-). Und die meisten HundebesitzerInnen, die ich so kenne oder treffe, sind keine Singles…

    Es gibt übrigens eine lustiges Video zum Thema „Flirtfaktor Hund“: Puppy Pulling Power (http://puppypullingpower.wordpress.com/) – ich glaube es ist eigentlich so eine Art Viralvideo für ein Handy, aber trotzdem witzige Idee. Beim Anblick von niedlichen Welpen trifft mich auch immer der „Oooooohhhhhh…!“-Effekt, die sind eben einfach zum Knuddeln! Von daher kann ich die spontane Verliebtheit beim Anblick eines Aussie-Fellknäuels gut nachvollziehen – umso lustiger, dass du über ein Date auf den Hund gekommen bist :-)!

    Viele Grüße
    Alexandra (bisher still mitlesend)

  2. Tunnelblick sagt:

    Bei mir war das mit dem Aussie auch Liebe auf den ersten Blick. Ich lernte den ersten Aussie meines Lebens auf dem Hundeplatz kennen. Ich besaß zu dieser Zeit einen Mischling. Der Aussie begeisterte mich so , das für mich fest stand, wenn irgendwann mal ein Rassehund, dann einen Aussie. Ca 8 Jahre sollte es dann aber noch dauern, bis meine Emma bei mir einzog.
    Dieser Hund ist einfach fantastisch, einzigartig !

  3. Yorkie sagt:

    Ich würde Alexandra recht geben. Ein Hund ist sicherlich ein guter „Aufhänger“ um ein Gespräch anzufangen. Aber den Menschen selbst macht er sicherlich nicht attraktiver!

    Aber wenn es Dank dem Hund klappt ist es doch prima. Schlechter wäre es wenn der neue Partner keine Hund mag. Das wäre ein Problem.

  4. Ja bei mir funktioniert das mit dem Hund als Flirtfaktor. Ich darf ja leider keinen halten, aber ich liebe sie alle und würde furchtbar gern den ganzen Tag nur kuscheln 😉 Mit dem Hund versteht sich.

  5. Flirt Köln sagt:

    Ich habe bereits mit meinem Hund eine andere Frau kennengelernt. Das funktioniert sicher nicht immer, aber es ist sehr gut möglich!

  6. Frank-seemann sagt:

    geile schachexDD


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