Modehund

26. April 2009 von Christine

Was sind die Motivationen für einen Hundekauf? Vermutlich gibt es unzählige, doch die ursprüngliche, sich einen Arbeitshund anzuschaffen, ist heute in der Minderheit. Wohl gibt es noch den Hofhund, der Haus und Tiere bewacht und den Jagdhund, der mit seinem Tun an die anfängliche Beziehung Mensch Hund erinnert, indem er seinem Halter beim Aufspüren der Beute hilft. Durch Züchtung und Ausbildung sind heute Hunde in den verschiedensten Gebieten einsetzbar, deren Halter sich deshalb auch ganz bewusst für ein Tier dieser Rasse entschieden haben, und die dann mit viel Schulung das erstrebte Ziel erreichen. Sanitätshunde, Polizeihunde, Blindenhunde, Schutzhunde, Hütehunde und Therapiehunde sind nur einige dieser Spezialisten, die zusammen mit dem für sie verantwortlichen Menschen mit ihrer Arbeit viel Gutes tun.

Auch der Familienhund ist im Grunde genommen ein Arbeitshund, hilft er doch oft den Eltern bei der Erziehung, vermittelt die Achtung vor Lebewesen und einen bewussten Umgang mit Tieren. Wenn denn auch hier Ausbildung von Halter und Hund Ernst genommen werden. Hier ist vom neuen schweizerischen Tierschutzgesetz einiges zu erhoffen, denn wer schon vor dem Kauf des Hundes einen Kurs besuchen muss, überlegt es sich vielleicht doch noch einmal, ob er diese Verantwortung wirklich übernehmen will. Ob das neue Gesetz in dieser Hinsicht greift, wird sich vor den nächsten Sommerferien zeigen, wenn weniger Hunde im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden.

Was aber ist von einem Modehund zu halten? Oder besser gesagt von Menschen, die sich für einen Hund NUR entscheiden, weil diese Rasse gerade in ist? Es gab eine Zeit, da war beinahe jeder zweite Hund ein Pudel. Mal waren es Dackel, die die Poleposition auf der Liste der Lieblinge innehatten, mal Labradorhunde oder in jüngerer Zeit Golden Retriever. Doch seine Tage als Nummer eins sind gezählt seit die USA einen First Dog namens Bo haben. Obamas portugiesischer Wasserhund ist dabei weltweit den Kindern zu helfen ihre Eltern unter Druck zu setzen. Oder vielleicht sind es auch die Eltern selber, die sich durch einen Verwandten Bos etwas präsidialen Glamour verschaffen wollen? Züchter werden von Anfragen überschwemmt. Dabei gibt es gar nicht mehr viele portugiesische Wasserhunde, weltweit noch zirka 1000. Diese Rasse, ursprünglich gezüchtet um den Fischern in Portugal zu helfen, wurde nach der Einstellung der Küstenfischerei nicht mehr benötigt. Vermutlich wird sie jetzt wieder einen Aufschwung erleben.

Off-Topic: Übrigens, es gibt jetzt noch neue Fotos von unseren Bretagne-Ferien in der Galerie.

5 Kommentare zu „Modehund“

  1. Mensch sagt:

    Es gibt keine andere Motivation für einen Kotsackkauf als das eigene asoziale „Ich“ ausleben zu wollen und seine Umwelt mit Kot, Lärm und Ungeziefer zu terrorisieren.

    Kotsackhaltertäter leben in gefährlichen Paralellgesellschaften die sich durch eigene sprachliche Ausdrücke und Verniedlichungen vom normalen Teil der Gesellschaft ausgrenzt.

  2. ;-) sagt:

    Man bist Du verbittert…

    Ach übrigens, was suchst Du den überhaupt auf einem Hundeblog, wenn Du mit diesen wunderbaren Tieren nichts anfangen kannst?

    Eine Kotsackhalterin die ihre Fellnasen liebt…

    cu

  3. Ralf sagt:

    @ Mensch: Hast du es schon mal mit einer Therapie versucht …
    Spass beiseite. Es ist das gute Recht jedes Menschen, seine Meinung zu haben. Auch zum Thema Hund. Ich kenne viele „Hundeleute“, die ihre Verhältnis zum Hund mal überdenken sollten, aber alle pauschal zu verurteilen, ist nicht fair.
    Die Meinung könnte man auf alle Fangruppen übertragen: Fussball, Pferde, Angler, Jäger, Literaten, Gamer …

  4. Hundefreund sagt:

    Was ist das denn für ein Kommentar unter dem Pseudo „Mensch“? Man sollte mit einer derartigen Unfähigkeit zu Diskussion und solch einer Agression nicht unbedingt andere mit asozial beleidigen. Du bist nicht wirklich der Meinung, dass man Deine Meinung für ernst nimmt, oder? Man könnte drauf scheißen! 😀

  5. Celine sagt:

    Ich finds eher assozial was für eine Meinung hier manche Leute über Hunde haben. Klar, in den ganzen Virtels fühlen sich Nicht-Hundebisitzer genervt von Hunden aber sie gehören doch irgendwie zur Gesellschaft oder etwa nicht? Ist okay wenn ihr Hunde nicht mögt. Aber sie gehören doch auch irgendwie dazu. Was ich verstehe sind die Kothaufen die in der Innenstadt rumliegen. Da sollen die Besitzer doch lieber gleich irgendwo ins Gestrüpp gehen wenn sie das nicht weg machen wollen. Auf der Straße latscht ja jeder rein.


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