Wenn wir mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs sind, ergeben sich fast immer Gespräche mit Mitreisenden. Ich habe nie zuvor so oft mit mir völlig fremden Leuten Gespräche geführt oder manchmal auch nur ein paar Worte ausgetauscht, wie seit ich mit Tatezi reise. Da war letzthin der ältere Italiener, der kaum Deutsch sprach, aber immer wieder die Worte „schöner Hund, braver Hund“ wiederholte. Ich war ein bisschen hilflos, denn ehrlich gesagt ist mein Italienisch nicht viel besser. Oder der junge Mann, der mir im Bus von seinem Scheidungskrieg um den geliebten Hund berichtete, den er mit der Ex führt.
Manchmal aber kommt es auch zu skurrilen Begegnungen. Wir waren auf einer unserer ersten grossen Zugfahrten: Winterthur – Biel. Nachdem Tatezi schon einige Male mit mir nach Zürich gefahren ist, hatte sie keine Angst mehr vor all den fremden Menschen, den lauten Geräuschen und verwirrenden Gerüchen, doch sie ging immer noch lammfromm ganz nahe neben mir ohne an der Leine zu zerren. Die Blicke der meisten Reisenden waren ihr sicher. Und wieder bekam ich mehrmals zu hören: „Sie haben aber einen schönen Hund.“ Plötzlich sprach mich eine Frau an: „Ist das ein Jagdhund?“ Ich beruhigte sie und wies sie darauf hin, dass Tatezi ein Hütehund und ausserdem noch sehr jung sei. Die Frau darauf ganz bestimmt: „Der hat aber zwei blaue Augen!“ Ich wunderte mich, denn Tatezi hat ein braunes und ein blaues Auge. Und seit wann sind blaue Augen ein Markenzeichen für Jagdhunde?
Der Zug war gerappelt voll, doch wir ergatterten noch ein Plätzchen gleich neben der Türe. Kurz vor Zürich stand die „Jagdhundefrau“ neben mir und fragte mich: „Sind sie kontaktfähig?“ Wie Bitte? Und meinte sie Tatezi oder mich? Mit dem Finger auf mich zeigend, fuhr sie in scharfem Ton mit ihrer Anklage fort: „Sie! Manche Menschen schaffen sich einen Kampfhund an, um nicht mit anderen Menschen kommunizieren zu müssen.“ Oh je, jetzt ist Tatezi also schon vom Jagdhund zum Kampfhund mutiert. „Oder es gibt Menschen“, unterbrach die Frau meine Gedanken, „die sich mit Drogen und Alkohol vollaufen lassen und dann die ganze Wut auf ihren Hund übertragen.“ Und ich bin in kürzester Zeit zu einer drogenabhängigen, kontaktunfähigen Alkoholikerin geworden. Der Zug fuhr in Zürich ein und die Frau gab, zugegebenermassen ungefragt, mit einem vorwurfsvollen Blick auf meinen Hund einen letzten Kommentar ab: „Es gibt Länder, da haben die Menschen nicht genug zu essen!“
Solche Leute sind mir auch schon über den Weg gelaufen, die muss man nicht ernst nehmen. Das sind meistens verbitterte und verwirrte Einzelgänger.
Einfach nicht hin hören. Was ich mir schon alles über meinen Hund anhören musste … die meisten wissen es einfach nicht besser,
Freundlich lächeln und ignorieren
Du wirst bestimmt noch tausende so seltsame Erlebnisse haben. Ich habe auch eine Aussie Hündin, sie wird im Sommer 7 Jahre alt. Ich bin viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Was ich da schon alles erlebt habe………
Da könnte man ein Buch drüber schreiben
Uihh ich find die ja total süüüüzz
ich liebe diese hunde.ich hohl mir bald ein dutzend von denen =P