Eine stürmische Nacht mit Folgen

4. Februar 2014 von Christine

Seit Tagen heulte der Wind ums Haus, die Wellen waren riesig und die Gischt spritzte mehrere Meter hoch. Die Grande Marrée (die höchste Flut) rückte näher und der Plattenleger, der im ganzen Haus neue Bodenbeläge verlegt, bekam es schon am Freitag mit der Angst zu tun. Ständig schaute er aus dem Fenster um nachzusehen, wie hoch das Wasser schon gestiegen sei. Er fürchtete, nicht mehr vom Haus wegfahren zu können. Wir haben gelacht, denn wir sind uns gewohnt, dass das Meer uns fast die Füsse leckt. Über das Wochenende ist uns dann das Lachen vergangen.

Riesige Wellen und hochaufspritzende Gischt künden das Unheil an

Am Samstagabend waren wir von einer lieben Freundin zu einem Anlass in Plestin les Grèves eingeladen. Da die Grande Marrée für 19.30 Uhr angesagt war, und wir schon auf der Hinfahrt durch ein wenig Wasser auf der Strasse fahren mussten, haben wir noch gewitzelt, dass wir eventuell zu Fuss nach Hause zurückkehren müssten. Nach einem tollen Abend mit viel bretonischer Musik, Tanz, Jambon à l’ôs und dem Treffen neuer, sehr sympathischer Menschen haben wir uns schon gegen 23 Uhr verabschiedet, da mich meine Schmerzen zum ersten Mal hier wieder ganz heftig geplagt haben.

In Locquémeau fiel uns als Erstes auf, dass keine Strassenlampen brannten. Auf der Strasse, die zum Hafen führt, lag viel Geröll und dazwischen stand das Wasser fast kniehoch, wie wir bei unserer Nachbarin sahen, die ebenfalls auf dem Heimweg war. Zu Fuss allerdings. Wir dachten, mit unserem 4 x 4 Nissan könnten wir es schaffen. Doch bald gerieten wir ins Rutschen, trotz zugeschaltetem Lock. Und schon signalisierten uns zwei Männer mit ihren Taschenlampen umzukehren. Zum Glück haben uns diese Männer dann nach Hause begleitet, uns mit ihren Lampen geleuchtet, denn ohne Licht wäre es noch schwieriger gewesen, den Heimweg zu finden ohne über grosse Steine zu stolpern. Die kleine Strasse, die zu unserem Haus führt, existiere nicht mehr, hat uns einer unserer Helfer gesagt. Wir konnten von der anderen Seite her nach Hause gelangen. Obwohl es tiefschwarze Nacht war, haben wir einen ersten Eindruck vom Schaden bekommen: Das Gartentor war aufgedrückt, die Mauer eingerissen und viel Geröll lag im Garten. Im Haus hatten wir zwar Licht, aber ansonsten keine Elektrizität.

Das Meer flutet unseren Garten

Für Sonntagmorgen 07.50 Uhr war nochmals eine sehr grosse Flut angesagt. Gabi ist mit der Kamera raus gegangen und hat eindrückliche Bilder eingefangen. Dabei hat sie auf der Gemeinde arbeitende Leute kennen gelernt, die sie um ihre Fotos baten. Sie brauchen die für ihren Kampf gegen den Sandabbau vor der Küste einige Kilometer von Locquémeau entfernt, denn sie sind davon überzeugt, dass dieser Abbau zu immer grösseren Schäden führe. Auch der Gemeindepräsident war anwesend, mit Tränen in den Augen ob all dem Schaden. Am Nachmittag hat er uns besucht und um Kopien unserer Korrespondenz mit der Versicherung gebeten. Da mindestens 15 Häuser betroffen seien, unseres zum Glück nur minim, kann er beantragen, dass das Ereignis als Naturkatastrophe eingestuft wird, was Geld für die Gemeinde vom Staat bedeutet. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gehört, warum wir keinen Strom hatten: Wasser war in das Transformatorenhäuschen gelangt und hat zu einem Kurzschluss und Feuer geführt. Und wir haben erfahren, dass die Feuerwehr in unser Haus eingedrungen war um nachzusehen, ob alles in Ordnung sei. Sie fanden durch das Fenster in der Waschküche Einlass, das ich schräg gestellt offen gelassen hatte.






Rückblickend kann ich nur sagen, wir hatten enormes Glück. Wären wir nicht eingeladen gewesen, hätte unser Auto im Garten gestanden und den Aufprall all der Steine wohl kaum überlebt. Hätte ich nicht starke Schmerzen gehabt, wären wir wohl länger geblieben und hätten keine Helfer gehabt, die uns nach Hause begleitet haben (hätte nicht gedacht, dass ich mal froh um die Schmerzen sei…). Und weil unser Haus etwas erhöht steht, wurde es nicht beschädigt.

War es ein medizinischer Overkill?

25. Januar 2014 von Christine

Da ging es Tatezi noch gut Tatezi hatte in den fünf vorangehenden Tagen drei Mal erbrochen, wobei allerdings zweimal nur ein wenig Schleim kam. Das war nichts, was mich beunruhigt hätte, schliesslich weiss ich, dass mein Hundemädchen einen empfindlichen oder nervösen Verdauungstrakt hat. Dann bekam sie ganz heftigen Durchfall – auch nichts, was mich aus […]

In eigener Sache – kleine, leise PCs

27. September 2013 von Christine

alle lieben diese PCsGasteintrag von Niklaus und leisePC.ch Hallo liebe Fellnasenfreunde. Ich bin Niklaus, der Sohn von Christine und ich unterstütze sie seit Blogbeginn bei technischen Angelegenheiten. Nun hat sich meine “harte” Arbeit endlich bezahlt gemacht und ich darf einen Gasteintrag schreiben, indem ich mein eigenes Projekt vorstellen kann. Bereits 16 Jahre ist es her, seit ich meinen […]

Wir setzen auf Feldenkrais

12. September 2013 von Christine

TateziWarum nur muss Tatezi mir alles abnehmen wollen, sogar meine Rückenprobleme? Ich habe es ja schon oft gehört, dass sich Hund und Halter ähnlich sind, im Charakter und auch was gesundheitliche Probleme anbelangt. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass es wirklich so genau zutreffen kann. Dass Tatezi auch immer wieder Rückenprobleme hat, […]

Muskelkater – welch wunderbarer Schmerz

5. August 2013 von Christine

beim TrainingDie zweite Halbzeit meiner Reha ist angelaufen und ich habe schon Mühe, mir vorzustellen wie das war als ich eingetreten bin. Zirka 100m konnte ich damals unter starken Schmerzen gehen. Wie war ich deshalb stolz, als ich nach ein paar Tagen hier erstmals auf das Laufband durfte und auf Anhieb 500m geschafft habe! Am nächsten […]

Das lange Warten

18. Juli 2013 von Christine

Unser Garten Seit ich am 17. März aus Südamerika zurück gekommen bin, verbringe ich meine Tage mit Warten. Die Tage verstreichen langsam, wenn man Stunde um Stunde auf dem Liegestuhl liegt und wartet. Es war Gabis Idee, mir diesen ins Wohnzimmer zu stellen, denn darauf liege ich in einer optimalen Stellung und habe keine Schmerzen. Doch die […]

Der Osterhase an der Arbeit

1. April 2013 von Christine

Osterhase an der Arbeit Kaum zurück aus Südamerika hat Gabi begonnen für ihre Freundinnen, deren Kinder und uns Ostereier selber zu machen. Tagelang hat sie während Stunden daran gearbeitet – unser Wohnzimmer sah chaotisch wie ein Bastelladen nach einer Probestunde aus. Mit einigen Nachtschichten hat sie es tatsächlich geschafft, bis zu Ostern die 14 Eier fertig zu haben. Jedes [...]

Ein grosses Merci an die Mobi24 und die Alpine Air Ambulance

20. März 2013 von Christine

Ich hatte mir nur erhofft, dass meine Reiseversicherung mir den Rückflug organisieren würde, vor allem da ich auf den Flughäfen auf Hilfe angewiesen war, denn tragen und heben lagen nicht mehr drin. Aber davon wollte man bei Mobi24 nichts wissen, nein, man bot mir an, mir auch den Rückflug zu bezahlen. Und als ich den [...]

Der Schmerz hat einen Namen

11. März 2013 von Christine

Wir sind in Arica, der letzten Station unserer Reise angelangt, wo ich mich auch endlich getraut habe, mit meinem schmerzenden Rücken einen Arzt aufzusuchen. Gleich am Sonntag nach unserer Ankunft bin ich auf die Notfallstation gegangen. Hier macht man nicht lange Federlesen, ohne mich zu untersuchen, bloss auf meine Aussage hin ich hätte starke Schmerzen, [...]

Ein Sandsturm mit Folgen

5. März 2013 von Christine

Wuschi und Tatezi haben Spass Wie oft sind wir durch die Wüste gefahren und haben gestaunt ob der trockenen Weite, wenn wir auf der schnurgeraden Strasse von Horizont zu Horizont mutterseelenalleine unterwegs waren. Besonders gefallen hat uns, wenn der Wind den Sand auf der Strasse tanzen liess. Das wirkte geheimnisvoll, gespenstisch und man hätte sich die Szenen gut in einem [...]

Ein Paradies für Vögel und Seelöwen

26. Februar 2013 von Christine

Paracas Wir sind sehr schnell der Küste Perus entlang Richtung Süden gefahren, hatten uns ja auf der Hinfahrt nach Ecuador schon einiges angesehen. Aber in Paracas sind wir trotzdem vier Tage geblieben, denn wir wollten unbedingt noch den Ausflug zu den Islas Ballestas und einen Abstecher in die Reserva Nacional de Paracas machen. Paracas war der [...]

Unsere Kontakte mit der Polizei

18. Februar 2013 von Christine

Für einmal ein freundlicher Polizist In Huanchaco habe ich es doch tatsächlich fertig gebracht, schon wieder eine Lesebrille zu verlieren. Die sechste auf dieser Reise! Da wir zwei Tage beim sympathischen Belgier Gabriel im Hotel Internacional geblieben sind, habe ich die Gelegenheit genutzt in die nahe Stadt Trujillo zu fahren um mir eine neue zu besorgen. Gabriel hat mich ausdrücklich [...]

Heimweh

14. Februar 2013 von Christine

Wuschi Ich sitze auf der Terrasse unseres Hotels mit Blick auf’s Meer und geniesse die Sonne und die leichte Brise… Vor mir der Laptop und ein kühler Drink. Ich darf mal wieder einen Gästeblog schreiben und habe lange überlegt, über was ich den schreiben soll. Die Titel der letzten Blogs sind mir [...]

Zickige Weibchen, mordende Rüden

10. Februar 2013 von Christine

Ein Verehrer In Ecuador hatten wir am meisten Probleme mit anderen Hunden. Und das waren nicht etwa Strassenhunde, sondern alles Haustiere. Es war in Playas, wo wir das erste Mal Kontakt mit einem zähnefletschenden Weibchen hatten. Die kleine, schwarze-weisse Hündin hatte wohl Angst, unsere Hunde würden ihren Fressnapf leeren. Warum sonst sollte sie immer derart aggressiv reagieren, [...]

Kakerlaken im Zimmer, Ratten auf der Strasse

4. Februar 2013 von Christine

Tatezi bleibt fast sauber Es war warm und regnete fast täglich. Montañita hat sich bei unserem zweiten Besuch nicht von seiner besten Seite gezeigt. Zeitweilen fiel der Regen so heftig, dass die Abflüsse überliefen, das Wasser blieb auf der Strasse und sah so unappetitlich aus, wie es vermutlich auch war. Morgens, meist wenn wir gerade am Frühstücken waren, fuhr [...]

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